zur Navigation springen

Erfolgreiches Jahr für Muschelfischer : Delikatessen der Spitzenklasse

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Muschelfischer im Wattenmeer sind zufrieden. Sie können auf eine erfolgreiche Saison mit guten Preisen zurückblicken – auch dank des großen Saatfalls im Wattenmeer.

„Nachdem sich 2013 die Erfolgszahlen gegenüber den Vorjahren stark verbessert hatten, setzte sich dieser Trend im Jahr 2014 fort.“ Diese gute Nachricht konnte der Geschäftsführer der Erzeuger-organisation schleswig-holsteinischer Muschelzüchter, Peter Ewaldsen aus Neukirchen, für die vergangene Muschelsaison bekanntgeben.

Bereits im Juli, am Anfang der Saison, hatten die Muscheln einen durchschnittlichen Fleischgehalt von 32 bis 35 Prozent. Das sei auf dem europäischen Markt die „absolute Spitzenklasse“. Entsprechend auskömmlich gestalteten sich auch die Preise. So erzielten die acht Mitglieder der Erzeugerorganisation im vergangenen Jahr 2,33 Euro pro Kilogramm. Durch kluges Agieren am Markt konnte nach den Worten Ewaldsens über lange Zeit dieser Preis erlöst werden.

Durch eine nachhaltige Bewirtschaftungsweise der Muschelzüchter standen während der ganzen Saison ausreichende Mengen zur Verfügung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 5500 Tonnen Miesmuscheln angelandet. Ewaldsen: „Nicht nur die Muschelzucht erfordert profundes Wissen, sondern auch der Handel mit dem Produkt ist eine Materie, die beherrscht werden muss.“

„Trotz der unberechtigten Meldung von Seiten des Naturschutzes, dass es nie mehr Muschelsaat im Wattenmeer geben würde, weil die Muschelfischer alles leergefischt hätten, gab es bereits 2012 durchaus Bodensaat von kleinen Muscheln. 2013 waren die am Boden liegen-den Mengen schon erheblich größer. Und in 2014 erfolgte ein sehr großer natürlicher Saatfall im gesamten Wattenmeer“, führte der Geschäftsführer aus. Und: In den begrenzten Flächen, in denen die Muschelfischer nach Saatmuscheln fischen dürften, „konnte ebenso eine reichliche Menge gefischt werden“.

Insgesamt wurden 2500 Tonnen Saatmuscheln geerntet und auf die Kulturflächen aufgebracht. Auch von den 70 Hängesystemen in den Saatmuschelgewinnungsanlagen vor Hörnum konnten insgesamt 600 Tonnen geerntet werden. „Somit haben die Mitglieder der Erzeugerorganisation trotz der negativen politischen Umstände für die nächsten Jahre eine Perspektive“, hielt Peter Ewaldsen sichtlich zufrieden fest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen