Herbstschau : Deiche sind in gutem Zustand

Die Gruppe  schaut sich die Ausspülungen im Bereich Badestelle Holmer Siel an.
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Die Gruppe schaut sich die Ausspülungen im Bereich Badestelle Holmer Siel an.

Im Sönke-Nissen-Koog wurden die Deiche unter die Lupe genommen. Sie sind alle in einem guten Zustand. Im Bereich der Hamburger Hallig hat die Kaninchenjagd-Kampagne Früchte getragen, die Population der Wühler ist zurückgegangen.

shz.de von
18. Oktober 2013, 07:00 Uhr

„Ich muss sagen, die Deiche, die ich hier heute gesehen habe, sind ganz toll in Ordnung“, lobte Nordfrieslands stellvertretender Landrat Jörg Friedrich von Sobbe die Arbeit der Küstenschützer am Ende der Herbstdeichschau der Landesschutzdeiche in den Bereichen der Deich- und Hauptsielverbände (DHSV) Arlau und Sönke-Nissen-Koog. Gemeinsam mit Vertretern des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), den Oberdeichgrafen, einem Vertreter der Bundeswehr und Mitgliedern der DHSV hatte er die Bollwerke vom Holmer Siel bis zur Hamburger Hallig begutachtet.

„Küstenschutz ist das wichtigste Gut, das wir hier haben“, betonte Oberdeichgraf Dirk Albrecht gleich zu Beginn der Rundreise. Ebenso wie sein Kollege Gerhard Volquardsen war er mit der Arbeit des LKN mehr als zufrieden. Rechenschaftslegung über die Arbeiten, die im abgelaufenen Jahr gemacht wurden, sowie Vorbereitungen für den möglichen Ernstfall nannte Michael Heinrichs vom LKN als vorrangige Aufgaben der Deichschauen.

Bei der Sichtung stellten die Teilnehmer fest, dass im Bereich der Badestelle Holmer Siel sehr viel Sand im Böschungsbereich des Deiches angeschwemmt wurde. „Im kommenden Frühjahr werden wir den Sand abtragen lassen und die Böschungsfläche neu begrünen“, kündigte LKN-Baubetriebsleiter Dieter Schultz an. Vor dem Beltringharder Koog wurden die Schaftrittspuren in den zurückliegenden Monaten erstmalig mit einem Treibsel-Kleibodengemisch verfüllt. Diese Bauweise hat sich bewährt, waren sich die Teilnehmer einig. Das Speicherbecken am Sönke-Nissen-Koog-Siel scheint zu verlanden, darauf wiesen die Mitglieder des zuständigen DHSV hin. „Um exakte Daten zu bekommen, werden wir hier eine Peilung des Beckens vornehmen und eine Massenbilanz erstellen“, so Heinrichs und Schultz vom LKN. Von der Dringlichkeit der Deichfußentwässerung vor dem Sönke-Nissen-Koog waren alle Teilnehmer überzeugt. Am Ende der Besichtigung stand noch ein Besuch auf der Hamburger Hallig an. Dort wurden die Kaninchen intensiv bejagt. Der Bestand ist erheblich zurückgegangen, die Schäden an der Warft haben abgenommen.

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