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Regionaler Einschlag : Deichbrecher lieben Heimat-Konzerte

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Musikalisch prägen regionale Bands und Duos die 34. Husumer Hafentage. Aber auch die Shanty-Chöre aus der Storm-Stadt und aus Albersdorf sowie der Spielmannszug Rödemis haben ihre Fans.

Die Hafentage strahlen bis weit über die Grenzen Nordfrieslands hinaus. Bands aus Dänemark, Italien und der ganzen Bundesrepublik treten auf. Aber auch die Künstler aus der Region finden hier ihren Platz. „Dreißig Prozent der Musiker kommen aus Schleswig-Holstein“, sagt Wilfried Bossen, der als Marktleiter die Auftritte für die Hafentage organisiert. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir bei unserem Stadtfest den Bands aus der Region eine Bühne geben. Sie haben ihr eigenes Fanpublikum.“

„In2Parts“ gehörten mit gleich zwei Konzerten dazu. Das Duo kommt aus Tönning und besteht aus Julia Sophie und Louisa Marie Mohr. „Wir spielen beide Geige, seitdem wir vier Jahre alt sind und haben schon Bühnenerfahrung“, sagt Julia Sophie Mohr. Insgesamt beherrschen die 17-Jährige und ihre 13-jährige Schwester neun Instrumente. „Seit ich Gitarre spiele, mache ich mehr Popmusik“, erklärt die Ältere. Gemeinsam hatten sie schon einige Erfolge zu verzeichnen. „Vergangene Woche haben wir ein Musikvideo gedreht. Es soll mehr Verständnis für Flüchtlinge wecken, besonders für die Kinder, und richtet sich gegen Fremdenhass. Dafür haben wir mit den ‚Dandys‘ aus Münster zusammengearbeitet. Unser neues Projekt ‚Was ist bloß mit Opa los?‘ handelt von Demenz.“

Nervös sind die Geschwister vor Auftritten nicht. „Wir haben schon häufiger bei Stadtfesten gespielt“, erklärt Louisa Marie Mohr. Das Programm des Duos umfasst Rock- und Popsongs, Oldies und eigene Stücke. Bei den Hafentagen waren die jungen Frauen am Mittwoch und am Donnerstag (12. und 13. August) zu erleben. Wieder zu sehen und zu hören sind „In2Parts“ beim Kieler „Bootshafensommer“.

Noch ganz neu ist die Band „Rockville“. 2014 kamen die fünf Husumer Musiker zusammen und gründeten die Blues-Rock-Formation. Auch wenn das Zusammenspiel noch frisch ist – die Musiker sind alle erfahrene und bekannte Künstler. So war Shanger Ohl Gründungsmitglied von „Godewind“ und Martin Tiefensee von „Lake“. Das Repertoire von „Rockville“ umfasst Songs bekannter Musikgrößen wie J. J. Cale, Eric Clapton und Paul Carrack sowie Klassiker der Popmusik von Bill Withers, Joe Cocker und Booker. Sie hatten gestern ihr Hafentage-Konzert.

Die Husumer „Deichbrecher“ gibt es schon seit 2013. „Wir haben als Singer-Songwriter-Trio angefangen und beim Musikwettbewerb der Hafentage teilgenommen“, erzählt Sänger und Gitarrist Benjamin Thomsen. Heute hat die deutschsprachige Akustik-Pop-Rock-Band fünf Mitglieder: Benjamin Thomsen, Gina Ohlmeier, Pascal Hobiger, Christian Deckmann und Danny Sebelin. Sie spielen meistens gemeinsam geschriebene und komponierte Stücke. „Es ist eine Melange aus fröhlichen und traurigen Ereignissen, aus Erlebtem und Fiktivem“, sagt Benjamin Thomsen. „Wir bieten auch humorvolle Showeinlagen, die Nähe zum Publikum ist uns wichtig.“ Ihren größten Erfolg hatten sie bisher beim „Wetter“-Festival, das im Juli auf dem Messegelände stattfand. Bei den Hafentagen spielen sie am Sonnabend, 15. August, 17 Uhr. „Wir hatten schon 2014 das Vergnügen, bei den Hafentagen spielen zu dürfen. Zu sagen, dass man kein Lampenfieber hat, wäre gelogen. Aber sobald man auf der Bühne steht, die ersten Töne anstimmt und das Publikum einen feiert, ist alles vergessen. Für uns ist es ein Auftritt in der Heimat – und wir lieben es.“

Durchstarter sind derzeit Ole Maibach und Bahne Beliaeff. Sie spielen heute Abend, 14. August, 17.45 Uhr, bei den Hafentagen. Ole Maibach, in Husum geboren und aufgewachsen, studiert derzeit Musik in Hamburg. Er arbeitet an seinem zweiten Studioalbum und hat unter anderem beim Husum-Open-Air und bei der Kieler Woche gespielt. „Beliaz“ ist der Künstlername von Bahne Beliaeff. Der 17-jährige Schüler spielt Klavier und Bass und singt. Seine Leidenschaft gilt dem Rapp. Er hat sich nicht nur in Husum einen Namen gemacht – über das Internet, wo er sehr aktiv ist, hat er Fans in ganz Deutschland gewonnen. Wie Ole Maibach schreibt und komponiert er seine Lieder selbst und arbeitet ebenfalls am zweiten Album.

Neben den Bands sind die Shanty-Chöre aus Husum und Albersdorf und der Rödemisser Spielmannszug beliebte Akteure, ebenso die Nordic-Big-Band, die am Sonntag, 16. August, 15.45 Uhr, zu hören ist. Auch aus dem Nachbarkreis Schleswig-Flensburg sind Musiker an die Westküste gekommen, wie beispielsweise „Ceenot 71“, die gestern schon ihren Auftritt hatten, „Mac Piet“, die heute Abend spielen, sowie „The Andersons“, Esther Jung, „Jelly Bay“ und „4 Rocks“, die alle am Sonntag auftreten.

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