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einweihung : Deich zwischen Hattstedter Marsch und Geest bei Wobbenbüll eingeweiht

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der 100 Meter lange Deich, an dem seit Juni vergangenes Jahr gearbeitet wurde, wurde am Dienstag (17.) von Bürgermeister und LKN besucht.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Der 1000 Meter lange Deich zwischen der Hattstedter Marsch und der Geest bei Wobbenbüll, an dem seit Juni vergangenen Jahres gearbeitet worden war, wurde gestern eingeweiht. Zusammen mit Hattstedts Bürgermeister Ralf Heßmann (Foto, l.) schaute sich der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), Dr. Johannes Oelerich (2. v. l.), das Bauwerk an, wobei die beiden von zahlreichen Interessierten begleitet wurden. „Es ist der kürzeste Deich, den wir bisher gebaut haben, aber er schützt nicht nur die rund 1200 Einwohner, die dahinter auf 2400 Hektar leben, sondern auch Sachwerte in Höhe von 180 Millionen Euro“, freute sich der LKN-Chef.

Während es sich bei dem westlichen Abschnitt lediglich um eine Deichverstärkung handelt, stellt der östliche einen Neubau dar. Das Bauwerk hat eine Höhe von 8,20 Metern über dem Meeresspiegel und entspricht mit seiner flachen Außenböschung und der fünf Meter breiten Deichkrone dem neuen Standard eines sogenannten Klimadeichs.

Für den Deichkern wurden 90  000 Kubikmeter Sand verwendet, der mit Lastwagen angeliefert wurde. Der erhöhte Schwerlast-Verkehr im Sommer verlangte den Anwohnern einiges ab. Der Kleiboden für die Deckschicht, etwa 100  000 Kubikmeter, wurden aus dem Beltringharder Koog entnommen. Die 13 Meter breite Stöpe mit ihren jeweils zwölf Tonnen schweren Stahlflügeln wird im Falle einer Sturmflut geschlossen.

Insgesamt hat das Küstenschutz-Projekt rund fünf Millionen Euro gekostet. Mit 53 Prozent trägt die Europäische Union den größten Teil der Kosten, der Rest wird von Bund und Land finanziert.

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