Aus den Gemeinden : Debatte um das Baugebiet

Zwischen Gärtnerweg und Baron-von-Gelting-Weg soll ein gro´ßes neues Baugebiet entstehen.
Zwischen Gärtnerweg und Baron-von-Gelting-Weg soll ein gro´ßes neues Baugebiet entstehen.

46 Grundstücke sollen ab Herbst in Langenhorn entstehen. Die CDU-Fraktion versucht, die Entscheidung zu vertagen.

shz.de von
24. Mai 2018, 21:00 Uhr

Nicht nur für Bürgermeister Horst Petersen kam der Antrag der CDU-Fraktion zu Beginn der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter Langenhorns überraschend. Sven Kloos (CDU) beantragte, den Tagesordnungspunkt sechs zu streichen. Dabei ging es um die Absegnung des erneuten Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses für den Bebauungsplan 2 für das Areal zwischen Gärtnerweg und Baron-von-Gelting-Weg, wo 46 Grundstücke mit Größen zwischen 760 und 1060 Quadratmetern für Wohnbebauung entstehen sollen. „Was soll ich den 43 Bauwilligen erklären? Wir waren uns doch einig, dass im Herbst die ersten Bagger anrollen sollen. Nun sind wir so weit im Verfahren, so dass eine Verzögerung nur Nachteile bringen würde“, konterte der Gemeinde-Chef. Außerdem habe es vor drei Monaten eine einstimmige Absegnung zur Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben.

Alle Fraktionen sollten in Ruhe entscheiden und dies auch erst nach der konstituierenden Sitzung, wie der Fahrzeugverkehr während der Erschließungs- sowie der Bebauungsphase geregelt werden sollte, begründete Kloos seinen Antrag. Die Gemeinde sollte den Anwohnern zusichern können, wie es laufen werde. Das hätte eigentlich in einer Einwohnerversammlung auf den Tisch gehört. Die habe aber nie stattgefunden. Kloos verwies auf den Widerspruch eines Anwohners des Gärtnerweges, der die Erschließung des ersten Bauabschnittes lieber über den Hooger Weg gesehen hätte. Von dort hätte ohne weiteres eine Baustraße installiert werden können, um den ersten Bauabschnitt im Nord-Osten der Fläche zu erschließen. Es sollte vermieden werden, dass schwere Baufahrzeuge über 7,5 Tonnen – wie nun geplant – den Gärtnerweg sowie die Klaus-Groth-Straße befahren, weil sie ohnehin schon in einem schlechten Zustand sind. „Die Hinweise sind im Beschluss zur Kenntnis genommen worden und nicht Bestandteil der Bauleitplanung, sondern der nachfolgenden Erschließungsplanung. Natürlich werden wir uns um eine möglichst schonende Abwicklung des Baustellen- und Erschließungsverkehrs bemühen“, erwiderte der Bürgermeister und ließ abstimmen. Die fünf CDU-Vertreter votierten für das Verschieben der Entscheidung, die anderen neun (SPD und WG) nicht.

Ein zweites Mal sorgte Kloos für Wirbel. Als es nämlich um die Abstimmung als solche ging, stellte er den Antrag auf namentliche Abstimmung. „Dafür brauchen wir laut Gemeindeordnung eine Zweidrittel-Mehrheit“, so der Einwand aus der Runde. „Ich müsste in der Gemeindeordnung nachlesen. Ersparen wir uns den Aufwand und stimmen namentlich ab“, so Petersen. Bei fünf Enthaltungen gab es dann mit neun Ja-Stimmen ein positives Votum für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss.

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