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Neue Rohre : Dauer-Leck soll geschlossen werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtwerke Husum gehen nach Ostern daran, die maroden Trinkwasserleitungsrohre in der Osterhusumer Straße auszutauschen. Die alten war zuletzt wiederholt leckgeschlagen.

Die Stadtwerke Husum Netz GmbH zieht Konsequenzen aus den jüngsten Wasserrohrbrüchen im Stadtgebiet (wir berichteten) und tauscht von kommender Woche an die Trinkwasserleitung in der Osterhusumer Straße aus. Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag, 7. April, und werden voraussichtlich bis zum Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein, heißt es seitens des Unternehmens. „Die zuverlässige und sichere Versorgung mit Trinkwasser hat für uns oberste Priorität“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz GmbH, Norbert Jungjohann.

Großteile des Husumer Trinkwassernetzes stammen aus den 1960er-Jahren und sollen im Zuge einer umfassenden Instandhaltungsstrategie jetzt nach und nach erneuert werden. Den Anfang macht die Osterhusumer Straße: Auf einer Länge von 420 Metern werden Zement- durch Kunststoffrohre ersetzt. Dafür wird die Straße in Höhe des Netto-Marktes bis Adolf-Menge-Straße vorübergehend halbseitig gesperrt. Stadtauswärts ergibt das eine Einbahnstraße. Der Verkehr in die Stadt hinein wird umgeleitet. Eine entsprechende Beschilderung weist den Weg.

„Wir wollten warten, bis das Krokusblütenfest im Schlosspark vorbei ist“, so Jungjohann. Und die Straße unmittelbar vor Ostern aufzureißen, erschien den Verantwortlichen auch wenig sinnvoll. Überhaupt sei es dem Unternehmen wichtig, die Einschränkungen für Einheimische und Urlaubsgäste möglichst gering zu halten. „Dafür arbeiten wir eng und gut mit dem städtischen Ordnungsamt zusammen.“

Insgesamt investieren die Stadtwerke allein an dieser Stelle rund 320.000 Euro. Nach dem die Baustelle aufgegraben ist, werden die neuen Leitungen zunächst nur in die Erde gelegt. „Danach wird umgebunden“, sagt Jungjohann fachmännisch. Im Klartext heißt das: Die alte Trinkwasserleitung muss abgeklemmt und die neue Leitung angeschlossen werden.

Übrigens: Im weiteren Verlauf wird die alte Leitung nicht etwa entfernt. „Wir wollen sie später als Schutzrohr für eine Erdgasleitung nutzen, die dann in die Rohre eingezogen wird“, erläutert Jungjohann das effiziente Verfahren. An die Anwohner der Osterhusumer Straße ist bereits eine Postkarte der Stadtwerke herausgegangen, auf der sie ersehen können, wann in ihrem Haushalt die Wasserversorgung kurzfristig unterbrochen werden muss. Bei der umfassenden Modernisierung des Trinkwassernetzes verfolgen die Stadtwerke den Grundsatz, „dass zunächst nur jene Leitungsabschnitte ersetzt werden, die bei eventuellen Störungen mit den weitestreichenden Folgen verbinden sind“.

Die neuen Kunststoffrohre reagieren flexibel auf mechanische Einflüsse von außen – wie Setzungen im Erdreich. „Alte Zementrohre sind hier sensibler“, formuliert es Jungjohann unter Hinweis auf den letzten Wasserrohrbruch im Januar.

Im Zuge der Arbeiten verlegt die Stadtwerke Husum Netz GmbH in der Osterhusumer Straße auch Nieder- und Mittelspannungskabel für die Versorgung mit Strom. „Wenn wir schon die Straße aufreißen, dann installieren wir bei dieser Gelegenheit auch gleich jene Kabel und Rohre, die wir in den kommenden Jahren sowieso ersetzt hätten. Damit senken wir die Kosten und steigern gleichzeitig die Versorgungssicherheit in Husum“, erklärt Jungjohann. „Außerdem verlegen wir Leerrohre mit, die später mit Lichtwellenleitern für die Datenübertragung bestückt werden können. Die dienen unter anderem der Kommunikation zwischen größeren Verbrauchern, dezentralen Stromerzeugern und der Stadtwerke-Netzleitstelle.“ Dadurch könnten Stromerzeugung und -bedarf im Gleichgewicht gehalten und so das Stromnetz stabil betrieben werden. „Das bezeichnen wir als intelligentes Stromnetz“, so der Geschäftsführer der Netzgesellschaft. Im Zuge der Energiewende werde es für die Versorgungssicherheit immer wichtiger, dass Netzbetreiber wüssten, wo in ihrem Netzgebiet wie viel Strom produziert und verbraucht wird. Nur so könne man auf Schwankungen durch regenerativ erzeugten Strom unmittelbar reagieren.

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erstellt am 03.Apr.2015 | 13:00 Uhr

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