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Husum als Reiseziel : Das Wetter ist nicht das Problem

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Trotz des kühlen Frühlings mehr Übernachtungen als im Vorjahr: TSMH-Chefin Jutta Albert hofft auf eine gute Touristik-Saison für die Stadt. 680.000 Gäste verbucht die Storm-Stadt pro Jahr.

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erstellt am 10.Jun.2015 | 12:00 Uhr

Sommer findet dieses Jahr wohl immer nur tageweise statt – jedenfalls war das bisher so. Nach einem viel zu kalten und zu nassen Frühjahr gab es jetzt wenigstens schon einige richtig warme Stunden, aber nur wenig später zog sich der Himmel über Husum meist wieder seine graue Decke über. „Das trifft uns in der Stadt selbst glücklicherweise nicht so stark wie Gegenden, die auf Strand und Sonne setzen müssen“, sagt Jutta Albert, Geschäftsführerin der Tourismus- und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH). „Bei den Übernachtungen im ersten Quartal haben wir gegenüber dem Vorjahr sogar ein Plus von vier Prozent erzielt, und die Buchungszahlen für das gesamte Jahr haben sich ebenfalls gesteigert.“ Dass die Hauptsaison für die Storm-Stadt ins (Regen-) Wasser fallen könnte, bereitet ihr somit recht wenig Sorgen: „Ich bin da ganz entspannt.“

Der typische Husum-Tourist, so Albert, sei „der ,Best Ager‘, der sich für Land und Leute und Kultur interessiert“. Und da habe die Storm-Stadt ausreichend Angebote, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt: „Museen, Einkaufen, das Fun-Center – das beschäftigt sogar Familien, obwohl die meist lieber gleich Urlaub am Strand machen.“ Ohnehin seien Gäste, die sich für einen Aufenthalt an der Nordsee entscheiden, meist mit der Unbeständigkeit des Wetters vertraut und hätten sich entsprechend präpariert. Dennoch sei es schlecht, wenn die Sonne nicht mitspielt: „Wer nur ein paar Tage spontan unterwegs sein will, fährt dann gar nicht erst los.“ Und Husum sei – wie bei Städten üblich – ein typisches Kurzreiseziel: „Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb 2014 im Vergleich zu 2013 stabil bei 2,4 Tagen“, so Albert. Im Umland der Husumer Bucht betrage der Durchschnitt dagegen gut eine Woche. Auch Durchreisende oder Familien, die beispielsweise Ferien auf dem Bauernhof gebucht hätten, machten gern kurz in Husum Station. „Und die Stadt fungiert als Startpunkt für diejenigen, die in der Umgebung Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder wassergebundenen Sportarten nachgehen wollen sowie für Ausflüge zu den Inseln und ins Wattenmeer.“

Insgesamt liege die Zahl der Übernachtungen im Stadtgebiet bei 680.000 pro Jahr. „Das ist das Ergebnis der Wertschöpfungsrechnung im Rahmen der Hotelbedarfsanalyse“, so Albert. Genaue Statistiken gebe es nicht: „Anbieter mit weniger als zehn Betten müssen in Schleswig-Holstein keine Zahlen melden, daher werden nur 30 Prozent des Volumens der gewerblichen Vermietung erfasst.“ Im vergangenen Jahr seien 70 Prozent aller gewerblichen Übernachtungen (144.000) in der Stadt auf Hotels entfallen, 15 Prozent (31.000) auf den Camping- und Wohnmobilsektor – ohne Dauercamper – und weitere 15 Prozent auf andere von der Amtsstatistik erfasste Betriebe mit mehr als zehn Betten wie etwa die Jugendherberge.

Grundsätzlich sei Husum ein beliebtes Reiseziel der Nebensaison, so Jutta Albert. Das beweisen auch die Zahlen der Wertschöpfungsanalyse, die für November und Dezember 2014 neue Monatsrekorde verzeichnen. Aber vielleicht gelingt das ja auch noch in diesem Jahr.

 

 

 

 

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