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Ernennungs-Zeremonie : „Das Wahlergebnis belegt Dank und Vertrauen“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Donnerstag ist Uwe Schmitz nach seiner Wiederwahl im Mai zum Bürgermeister der Stadt Husum ernannt worden. Bürgervorsteher Peter Empen führte den Verwaltungs-Chef mit einer launigen Rede in sein Amt ein.

Wie oft schon haben selbst Mitglieder des Plenums kritisiert, dass Stadtverordneten-Sitzungen zu lang dauern. Bei der letzten war es anders. Da musste der Bürgervorsteher sogar sogar eine Sitzungspause einlegen, weil einige Gäste noch nicht eingetroffen waren, die „Top 15“ auf keinen Fall versäumen sollten. Darin ging es um die Ernennung des alten zum neuen Bürgermeister der Stadt Husum. Ein Akt – ganz nach dem Geschmack von Peter Empen. Er rufe jetzt den Tagesordnungspunkt „neu-17“ auf, stieg er 15 Minuten wieder in die Sitzung ein. Dort heiße es lapidar: „Ernennung von Uwe Schmitz zum Bürgermeister“, so der höchste Repräsentant der Stadt. „Lapidar“ deshalb, weil hinter dieser Ernennung „bereits sechs Jahre Bürgermeister-Sein und Bürgermeister-Handeln stehen“.

Den Rest seiner Einführungsrede ließ Empen dann zwischen Goethes „Faust“ und Schmitz’ Leidenschaft für Fußball hin- und hergehen. Die Erwartungen der Bürgerschaft seien hoch, und „Husum ist mit seinen Bürgermeistern nicht immer charmant umgegangen“, bekannte der Bürgervorsteher. Aber Schmitz sei ein routinierter Fußballer, der es gelernt habe, Probleme sportlich zu sehen. „Das Wahlergebnis vom Mai ist kein Vorschuss, verlangt nicht nach Beweis, sondern belegt Dank und Vertrauen“, sagte Empen.

Nach der Debatte um die Forderung nach einem eigenen Ansprechpartner für die Wirtschaft (wir berichteten, siehe auch Seite  9), artikulierte Empen sehr genau, als er den Leitspruch „Kurs halten“ aus Schmitz’ Wahlkampf aufgriff. Die Politik werde den Verwaltungs-Chef auf seinem Kurs, die Stadt positiv weiterzuentwickeln, kritisch und differenziert im Dialog begleiten, versprach er. Vom alten, neuen Bürgermeister wünschte sich Empen, dass er „uns Uwe!“ bleibe – „stadtverbunden und bürgernah“.

Nach seiner feierlichen Ernennung durch den 1. Senator Horst Bauer, bedankte sich Schmitz für das Vertrauen, das ihm in den zurückliegenden sechs Jahren entgegengebracht worden sei. Er habe es nie bereut, sich um dieses Amt beworben zu haben, räumte der Bürgermeister ein – „auch wenn es Tage gab, die nicht vergnügungssteuerpflichtig waren“.

Auf das Wahlergebnis vom Mai sei er ein wenig stolz, doch lässt es „mich bestimmt nicht größenwahnsinnig werden. Es geht nicht um Einzelne, sondern um das große Ganze in unserer Stadt.“ Dann wurde Schmitz persönlich. Die meisten Menschen hätten ihn als „lockeres Kerlchen“ kennen gelernt. „In mich hineinschauen lasse ich nur wenige und auch das nur ab und zu“, sagte er mit Blick auf seine Familie.

Wie in seinem Wahlkampf angekündigt, werde er Kurs halten, so Schmitz. Außerdem kündigte er an, im Kommunalwahlkampf für das politische Ehrenamt zu werben, auch „um Ihnen etwas zurückzugeben“. Politik und Verwaltung stünden oft unter Beschuss, und manchmal fielen Sätze wie „Muss denn erst etwas passieren?“ Knappe finanzielle Ressourcen, komplexe Rechtsvorschriften oder oftmals auch die nicht originäre Zuständigkeit der Gemeinde für bestimmte Themen, ließen gewisse Dinge länger dauern als gewünscht und machten manche sogar unmöglich. „Aber noch einmal zum Mitschreiben: Einmischen, Mitreden und konstruktive Kritik sind und bleiben ausdrücklich erwünscht. Die Stadt in Gänze schlecht zu reden und ihr jede positive Entwicklung abzusprechen ist aber nicht nur unangemessen, sondern kontraproduktiv und schäbig gegenüber denjenigen, die sich hier den Rücken aufreißen“, stellte der Verwaltungs-Chef fest.

Es sei ihm eine Ehre, das Amt des Bürgermeisters ausüben zu dürfen, schloss Uwe Schmitz, dessen zweite Amtszeit am 1. September beginnt und am 31. August 2023 endet.

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erstellt am 23.Jul.2017 | 11:00 Uhr

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