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Sieben Jahre lange Debatte beendet : Das Thema Poller ist vom Tisch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach sieben Jahren haben Friedrichstadts Kommunalpolitiker die Abgrenzung der Fußgängerzone ad acta gelegt. Es wird keine Poller geben, die die Durchfahrt verhindern. Schilder sollen auf das Fahrverbot hinweisen.

Das Thema ist hinlänglich bekannt, alle Facetten sind bereits debattiert worden, dennoch stand es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus erneut auf der Tagesordnung. Die Rede ist von Pollern, die dem Schutz der Passanten in der Fußgängerzone vor Autofahrern dienen sollen. Bereits im Jahr 2007 stand das Thema bei den städtischen Gremien auf der Agenda. Die Gewerbetreibenden und vor allem die dort wohnenden Bürger wünschten sich am Anfang und Ende der Friedrichstädter Fußgängerzone einen Poller, der je nach Bedarf für Liefer- und Rettungsfahrzeuge umgeklappt werden kann. Doch der Stadtrat lehnte einen solchen Vorschlag ab, den der damals noch bestehende Handels- und Gewerbeverein eingereicht hatte.

Drei Jahre später erneut ein Vorstoß, die damalige Antwort des Bauausschusses lautete: „Klappbare Poller werden nach kürzester Zeit nur noch umgeklappt liegen und feste den Lieferverkehr zu sehr behindern“. Damit war der HGV nicht einverstanden, denn mehrfach täglich fahren Autos mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängerzone und gefährden dabei Fußgänger und Kinder. Schließlich wurden von der Stadt zwei klappbare Poller angeschafft, die aber nur dann aufgestellt werden sollten, wenn sich Anlieger bereiterklärten, diese nur zu den Lieferzeiten umzulegen. Dafür allerdings fand sich niemand bereit. Also brachte Ausschuss-Vorsitzende Elke Kempkes in der jüngsten Sitzung das Thema zur Abstimmung. „Keine Poller“, lautete das Ergebnis. Einer der „Verkehrsberuhiger“ ist übrigens mittlerweile schon anderenorts eingebaut worden. So ganz war das Thema Sicherheit in der Einkaufsstraße nach der Abstimmung aber noch nicht ad acta gelegt. Die Verwaltung wurde beauftragt, nach einer Beschilderung zu suchen, die auch ortsfremden Verkehrsteilnehmern sofort auffällt und das Befahren der Einkaufsstraße verhindern soll.

Der Hinweis von Elke Kempkes, dass nach Rücksprache mit dem Kämmerer die Gewerbesteuereinnahmen in 2014 wohl ganz prächtig sein werden, ließ das Gremium dann außer der Reihe 10.000 Euro für die Verschönerung der Altstadt bewilligen. Mit einer Maschine sollen verschiedenen Blumenzwiebeln eingebracht werden, so dass von Frühjahr bis Sommer den Gästen ein buntes blühendes Friedrichstadt geboten werden kann.

Attraktiver sollen auch die Ortseingänge, besonders der Kreisverkehr im Zuge der B 202 werden. Denn bislang erhebt sich dort nur ein ganz leichter Erdhügel. Es gab sogar schon einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung, doch der Landesbetrieb Straßenbau machte die Hoffnungen zunichte. Nichts was die Sicht beeinträchtigt oder womöglich Verkehrsteilnehmer im Falle eines Unfalls gefährden könne, darf dort errichtet werden. Nun einigte sich der Ausschuss darauf, den Kreisel in acht „Tortenstücke“ einzuteilen und abwechselnd zu bepflanzen und zu pflastern. Das im Blickfeld der in die Stadt fahrenden Verkehrsteilnehmer liegende Stück, soll zudem mit einem Stadtwappen-Mosaik verziert werden, wenn die Finanzen dafür reichen.

 

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erstellt am 05.Okt.2014 | 13:00 Uhr

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