Friedrichstädter Lampionfest : Das Sicherheitskonzept steht

Auf dem historischen Marktplatz im Zentrum der Stadt wird im Juli wieder eine große Bühne aufgebaut.
Auf dem historischen Marktplatz im Zentrum der Stadt wird im Juli wieder eine große Bühne aufgebaut.

Die Veranstalter des Friedrichstädter Lampionfests haben sich mit Sicherheitsdiensten, Ordnungsamt und Polizei getroffen, damit das Großereignis in geordneten Bahnen verläuft.

shz.de von
17. Mai 2018, 12:00 Uhr

Zum sechsten Mal geht das bekannte dreitägige Stadtfest unter der Bezeichnung „Friedrichstädter Lampiontage“ vom 27. bis 29. Juli an den Start. Zur Planungsveranstaltung trafen sich jetzt Veranstalter, Sicherheitsdienste, Ordnungsamt und Polizei im Rathaussaal.

„In diesem Jahr“, so signalisierte Femke Postel vom Ordnungsamt des Amtes Nordsee-Treene, „werden wir erstmals große Vorweg-Hinweiser aufstellen. Mit den Parkplätzen sind wir ja bereits in den beiden Vorjahren am Limit angekommen.“ An der Bundesstraße 202 darf auch auf den Seitenstraßen geparkt werden, zudem stellen die Einkaufsmarktbetreiber Aldi und Lidl sowie die Firma P&I Claussen ihre Parkplätze zur Verfügung.

Die Polizei Friedrichstadt wird von Streifenwagen und Beamten anderer Stationen unterstützt. Diesmal ist Stationsleiter Andreas Todt während der Lampiontage im leitenden Einsatz. 30 Security-Kräfte wird der Kruppa-Sicherheitsdienst unter Leitung von Marco Schramm einsetzen, mehrere Rettungswagen halten DLRG und DRK vor Ort im Festgeschehen bereit. Darüber hinaus gibt es ein großes Zelt, in dem Erstbehandlungen vorgenommen werden können können. Ein Landeplatz für den Rettungshubschrauber steht auf dem Sportplatz zur Verfügung, die Feuerwehr hat Alarmbereitschaft und wird vor dem Start kontrollieren, ob Rettungsgassen freigehalten sind. Auf dem Wasser wird - wie Kenneth Rostig seitens der Wasserschutzpolizei zusicherte – ein Motorboot der Einheit eingesetzt. Das Highlight – der traditionelle Lampion-Korso am Sonnabend-Abend – wird zu Wasser wieder vom Heider THW und Rettungsbooten der DLRG begleitet. „Wir haben festgestellt, dass der neue Zeltaufbau, der im Vorjahr Premiere feierte , sehr gut angekommen ist“, so Todt. Neben den Beamten, die zu Fuß im Festgeschehen unterwegs sind, wird mindestens ein Fahrzeug ständig patroullieren.

„Es gab im letzten Jahr keinerlei Probleme mit den Anwohnern der Seniorenwohnanlage Großer Garten – die älteren Damen und Herren von dort hatten im Festzelt freien Eintritt und haben teilweise sogar mitgetanzt“, berichtete Christine Tiedemann, die für den Zeltbetrieb verantwortlich ist. Sie sicherte außerdem zu, dass man den Alkoholausschank im Auge behalten werde. Was bleiben wird, sind die Jugendschutzkontrollen.

Traditionell wird der Lampionstart bei Einbruch der Dunkelheit auch diesmal mit einem gut hörbaren Schuss eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt werden die Uferränder vermutlich von etlichen Tausend Schaulustigen besetzt sein, die sich dort in der Regel bereits nachmittags beste Plätze sichern. Im Anschluss an den Lampion-Korso gibt es wieder ein Riesenfeuerwerk.

Aufgestockt wurde das Sicherheitskonzept vor allem auch aufgrund von traurigen Ereignissen bei anderen großen Festen im In- und Ausland. So werden Sandsäcke aufgestellt, die den Fahrzeugen ein gewaltsames Einfahren in den Festbereich unmöglich machen sollen.

Die stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusvereins Friedrichstadt und Umgebung, unter dessen Leitung dieses Großereignis läuft, hofft natürlich auch in diesem Jahr auf das gute Wetter der beiden Vorjahre. Den Auftakt bildet Livemusik mit einer Band am Freitag um 15 Uhr auf der großen Bühne auf dem historischen Marktplatz. Die vielen dort aufgebauten Stände werden während des Feste bis 1 Uhr nachts geöffnet haben, der Betrieb im großen Festzelt ist Freitag und Sonnabend bis 6 Uhr morgens gestattet, am Sonntag bis 1 Uhr nachts. Die Preisträger des Lampion-Korsos werden am Sonntagabend im Festzelt bekanntgegeben.

Ursprünglich als Höhepunkt zum 350-jährigen Stadtjubiläum als einmaliges Ereignis geplant, gab es das erste Friedrichstädter Stadtfest im Jahr 1971. Die Idee kam so gut an, dass es zur Tradition geworden ist. Die damalige Tourismus-Chefin Anke Stecher verpasste 2013 dem bis dahin als „Friedrichstädter Festtage“ bekannten dreitägigen Groß-Event den neuen Namen Lampionfest. Anfang dieses Jahres hat Carolin Kühn die Nachfolge von Stecher angetreten.


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