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Musik satt in Witzwort : Das sechste Open-Ei ein Knüller

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehr als 4000 Euro Spendeneinnahmen wurden beim sechsten Open-Ei in Witzwort erzielt. Selbst ein Stromausfall auf der großen Bühne störte kaum, die Band Unkenruf spielte fast eineinhalb Stunden unplugged auf der Bühne und begeisterte das Publikum.

Open-Ei – eine Veranstaltung der Sonderklasse. Daran hat sich auch bei diesem nunmehr sechsten Event nichts geändert. Nur der unermüdliche Oberorganisator Maik Schultze - der sah diesmal so ganz anders aus: mit Irokesenfrisur und einem großen aufgemalten Ei auf der Kopfhaut. Mutig, mutig.

Das DJ-Ötzi-Double Kay Christiansen aus Böxlund hatte im Vorjahr als Wettpartner verloren. Denn 2013 kamen mehr als 3000 Besucher und es flossen mehr als 4000 Euro in die Kasse. So wurde sein Wetteinsatz nun zur Gaudi der vielen Zuschauer auf der Bühne eingelöst: Friseurin Anja Carstens aus Schwabstedt verschaffte „DJ Ötzi“ eine absolut haarlose Kopfhaut. Klar doch, dass darauf anschließend ein zerlaufenes Ei gemalt wurde. Auch in St. Peter urlaubende Touristen gehörten zu den Besuchern. Jenice Tillmann und Marc Iwert aus Trendelburg im hessischen Landkreis Kassel hatten sich unseren Zeitungshinweis „an die Pinnwand gesteckt und wollen nächstes Jahr wiederkommen.“ Für Schultze hat sich die Mühe gelohnt, sein Wetteinsatz „Wir nehmen hundertprozentig mehr als 4000 Euro ein“ ist klar gewonnen. Das bedeutet für den Wettpartner Thore Hansen aus Schwabstedt: Irokesenhaarschnitt beim Fest in 2015.

Der Initiator, der das Open Ei seinerzeit mit Godewind gestartet hat, widmete dem verstorbenen Bandleader Larry Evers zu Beginn Worte und Musik des Gedenkens – und so erklang denn „Wat mutt, dat mutt“. Danach führten Karsten Kock (RSH), Carsten Rauterberg und Peter Bartelt (beide NDR) mit Witz und Humor durchs Programm. Die drei Moderatoren waren dabei – wie im übrigen auch sämtliche anderen Akteure – ehrenamtlich im Einsatz. Von Anfang an dabei war auch der Leiter von „Horizonte Husum“, Hans Pahl-Christiansen. Seiner Einrichtung kommen 75 Prozent des Erlöses zugute, 25 Prozent bleiben für die Jugendarbeit in Witzwort und Umgebung.

Freudentränen gab es beim Auftritt der „Health Media“. Der Chor aus der Einrichtung für behinderte Menschen trat mit 24 Sängern auf, präsentierte vier Titel und musste eine Zugabe abliefern. Der Erlös kommt im Übrigen ausschließlich diesem Horizonte-Musikprojekt zugute.

Die Besucherzahl? „Gut 3000 Leute“, schätzte Maik Schultze überschlägig, „alle Spendenbänder sind jedenfalls verkauft, das gleiche gilt für unsere Lose.“ Und da durfte Lara von the Voice, die zuvor mit viel Beifall auf der Bühne gesungen hatte, um 20.30 Uhr in die gläserne Glückstrommel greifen – kräftige Unterstützung erhielt sie dabei von der Witzworterin Annalena Grohnert (18). Eine Panne wurde auf ganz eigene Art und Weise gelöst. Als nachmittags auf der großen AVK-Bühne für gut anderthalb Stunden der Strom ausfiel, trat die Band Unkenruf unplugged und ohne Strom auf. Ab 20.45 Uhr heizte dann die überregional bekannte Band „Ceenot 71“ mit Vollgas ein. Vor der Bühne in der Menge tanzend lieferte Sänger Stefan stimmgewaltig Hits wie „Summer of 69“ (Bryan Adams) und „Beds are burning“ (Midnight Oil) ab. Das Programm, das durch eine umsichtige Planung und große Vielseitigkeit bestach, bot auch dies: Parkplatzeinweisung durch die Witzworter Feuerwehr, direkt auf dem Festgelände stationierter DRK-Rettungswagen, zahlreiche Stände mit Essen und Getränken, Infostände, Tombola, Kinderflohmarkt, Kinderschminken, „Insel ohne Alkohol“, zwei Bühnen mit Minitalent-Show mit Sarah Northbeach und eigene Kinderdisco. Mit dabei die Bands Forever Young, Rückkopplung, Ceenot 71, Hava Nagila, Unkenruf, Liedermacher Jens Plöhn aus Elmshorn, End DJ Buzz, Lara von the Voice, Line Dance, Health Media, Black n' Blond und DJ Henning Krämer. Veranstalter war die Gemeinde Witzwort. Maik Schultze dankte „allen Beteiligten, die hier kostenlos auftraten, den zahlreichen Helfern und natürlich unseren vielen Besuchern, die zu einem guten Spendenergebnis beigetragen haben.“

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