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Neue Homepage in Arbeit : Das Problem mit dem Netz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bereits seit 2007 krankt der Internet-Auftritt der Stadt Friedrichstadt. Im Frühsommer wurde die touristische Website überarbeitet, nun soll auch die städtische Homepage folgen. Noch finden sich dort nämlich nur spärliche Informationen.

Montag war er wieder Thema im Rathaus von Friedrichstadt, der städtische Internetauftritt. Vertreter aller Fraktionen, der Bürgermeister und ein Mitarbeiter des Amtes Nordsee-Treene berieten darüber, wie er gestaltet werden soll. Denn wer an der Kommunalpolitik interessiert ist, wird bereits seit dem Jahr 2005 immer wieder enttäuscht, wenn er die Seite am Computer aufruft. Der häufigste Eintrag auf der Stadtseite: „Dieser Bereich befindet sich noch in der Bearbeitung und wird in nächster Zeit ergänzt.“ Zwar gehören informative Auftritte im weltweiten Netz längst zum Standard, doch das Holländerstädtchen hat damit offensichtlich so seine Probleme.

Dabei begann alles so verheißungsvoll. Der mit begrenzten Bordmitteln im Jahr 2005 aufgebaute Internet-Auftritt erfreute sich zunehmender Beliebtheit, schließlich konnten dort die Protokolle der Sitzungen städtischer Gremien nachgelesen werden, auch wurden die Besetzung der Ausschüsse aufgeführt und die Stadtvertreter genannt. Doch dann kam der Rückschlag. Ein User hatte im November 2007 die Seite gekillt. Die Seiten der Stadt waren nämlich ohne jegliche Sicherung ins Netz gestellt worden – und die Folgen waren eineinhalb Jahre später zu sehen: nämlich nichts.

Im Januar 2009 dann ein neuer Versuch. Die Homepage der Stadt konnte wieder im Internet besucht werden. Anfänglich nur über das Portal des Amtes Nordsee-Treene, doch der an der Stadt interessierte User konnte sich immerhin über den Haushalt, das Stadtrecht, die Ergebnisse der Kommunalwahl, die Besetzung der Fraktionen, Ausschüsse, des Stadtrates sowie den Sitzungskalender informieren. Zudem gab es einen virtuellen Stadtrundgang und natürlich Informationen über die Stadtgeschichte. Der hoffnungsvolle Neuanfang allerdings scheiterte an der kontinuierlichen Pflege des Auftritts – drei Jahre später, im Januar 2012, fand sich als letztes aktuelles Protokoll die Stadtverordneten-Versammlung vom März 2009.

Von den Ausfällen war allerdings nie der touristische Auftritt Friedrichstadts betroffen. Doch dort wurden die Bürger nicht über wichtige Beschlüsse der städtischen Gremien informiert. Als die Tourismusfachleute ihren eigenen weltweiten Netzauftritt überarbeiten wollten, denn schließlich nimmt die Zahl der Buchungen über das Internet kontinuierlich zu, wurde auch der städtische Auftritt in das Konzept eingebunden. Intuitiv bedienbar sollte die Plattform sein, so die Vorgabe. Da dies nicht mehr mit Bordmitteln zu bewerkstelligen war, wurde eine Agentur mit der Umsetzung beauftragt.

Seit Anfang Mai läuft der neue touristische Internetauftritt. Doch die Seiten der Stadt: Fehlanzeige. Zwar lassen sich mittlerweile dort auch die Ergebnisse der Kommunalwahl des Jahres 2013 nachlesen, auch das es einen neuen Bürgermeister gibt, doch weitergehende Informationen fehlen noch. „Ich bin optimistisch, dass wir den Auftritt noch in diesem Jahr gut hinbekommen werden“, sagt dazu Bürgermeister Eggert Vogt nach der jüngsten Montagsrunde. Allerdings müsse dann auch der Internetauftritt kontinuierlich gepflegt werden, so Vogt und ergänzt, dass nahezu alle künftigen Inhalte festgelegt worden seien.

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erstellt am 16.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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