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Vox-Sendung : „Das perfekte Dinner“ als Werbung für Nordfriesland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Birgit Kühlmann-Seiler vertritt Nordstrand in der VOX-Sendung. Sturmtief „Sebastian“ sabotierte den Nachtisch.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Birgit Kühlmann-Seiler hat schon immer sehr gerne gekocht. Für die Familie steht die 62-Jährige ebenso oft am Herd, wie für Freunde oder Feriengäste. Mit Hingabe serviert sie ihnen raffinierte Kreationen, für die sie keine Rezepte braucht. „Ich koche mit dem, was gerade da ist, erweitere und verfeinere die Zutaten nach Gefühl – und meinen Gästen schmeckt es“, freut sie sich über verzückte Gesichter am Tisch, über jedes genüssliche „Mmmh“ und ehrliches Lob für ihre Kochkunst.

Um zu zeigen, wie sie dabei vorgeht, aber auch, um ihre geliebte Heimat bekannter zu machen, nahm die Nordstranderin kürzlich an der Koch-Sendung „Das perfekte Dinner“ teil. Gemeinsam mit vier Mitstreitern aus Breklum, Klintum, Föhr und Hooge ist sie vom 6. bis 10. November jeweils um 19 Uhr auf VOX zu sehen.

Ihre Anmeldung zum perfekten Dinner war nicht geplant, sondern einem Zufall zu verdanken: „Ich war mit unserem Hund beim Tierarzt in Wasbek, wo für die Sendung ,Hautnah: Die Tierklinik’ rund um die Uhr die Kameras mitlaufen. Ich wollte sehen, wie so etwas nachher gesendet wird und schaltete abends den Fernseher ein. Und so bekam ich zufällig kurz vor dem Ende der Folge einen Hinweis auf ,Das perfekte Dinner’ mit. Mein Interesse war geweckt, und ich dachte zum ersten Mal darüber nach, wie es wohl sein würde, selbst mitzumachen“, sagt Birgit Kühlmann-Seiler, die von Beruf Hauswirtschaftsmeisterin ist. Wenig später erzählte ihr dann eine Bekannte am Telefon, dass für eine Nordfriesland-Serie gerade Kandidaten gesucht werden. Was für ein Zufall!

Das Menü „Wattgeflüster und Austernfischernester“
Das Menü „Wattgeflüster und Austernfischernester“ Foto: hn
 

Und dann ging alles ganz schnell: Anfang August bewarb sich die Nordstranderin online bei der Produktionsfirma. Wenige Tage später wurde sie zu Hause gecastet und erfuhr sehr bald danach: „Du bist dabei!“ Viel Zeit, nervös zu werden, blieb ihr nicht, denn nur wenige Tage später sollte es schon losgehen. Einmal kochte sie das Menü, das sie schon bei der Bewerbung fix und fertig im Kopf hatte, komplett zur Probe. Die Familie vergab Bestnoten: „Das ist Bombe. Daran solltest du nichts mehr ändern“, so die Empfehlung. „Ich sollte am Mittwoch, den 13. September, mit Kochen dran sein und wusste daher, dass ich die Tage davor nicht mehr zum Großeinkauf kommen würde. Daher besorgte ich – bis auf die ganz frischen Sachen – alles schon am Wochenende vor Drehbeginn. Bei den Bauern und Händlern hier in der Nähe, versteht sich, denn wo immer es geht, verwende ich regionale Produkte“, sagt sie.

Montag ging es zur ersten Kandidatin nach Föhr, Dienstag nach Klintum nahe Leck. Schon an diesen Tagen war das Wetter ganz mies. Regen und Wind erschwerten die Außenaufnahmen, bei denen ja eigentlich die Schönheiten Nordfrieslands eingefangen werden sollten. „Als ich dran war, zog der schwere Sturm übers Land“, erinnert sich Birgit Kühlmann-Seiler an ihre größte Sorge: Ob es die Kandidaten von den Inseln wohl noch aufs Festland schaffen würden? Aber alles ging gut – bis auf den Moment, als sie erfuhr, dass ihr Zwetschgen-Baum umgekippt war. Kurz zuvor hatte sie ihm noch für den Nachtisch ein paar süße Früchte abgerungen. „Das war das einzige Mal, dass ich kurz die Fassung verlor und darum bat, die Kamera für eine Weile auszuschalten“, gesteht sie, die ansonsten sehr schnell ausblenden konnte, dass alles gefilmt und aufgenommen wurde, was gesagt und getan wurde.

Viel mehr möchte sie gar nicht über das Geschehen bei ihrem Dinner verraten, zumal sie die Aufnahmen selbst auch noch nicht gesehen hat. „Ich werde am 8. November genauso gespannt wie alle anderen vor dem Fernseher sitzen und schauen, was übrig geblieben ist von den insgesamt 15 Stunden, die hier bei mir gedreht wurde“, sagt sie. Nur die Deko auf dem Esstisch im Wohnzimmer erinnert noch an den Tag, an dem Birgit Kühlmann-Seiler ihre Vorspeise servieren durfte, der sie passend zur Klimadeich-Kulisse den Namen „Wattgeflüster“ gab und die natürlich etwas mit den Spezialitäten der Nordsee zu tun hat. Hinter „Austernfischernester an Strandgut“ als Hauptgang verbergen sich ebenso regionale Köstlichkeiten wie im Dessert namens „Pompadour Zwetschge“.

„Ich selbst hätte mir 8 bis 9 Punkte gegeben“, sagt die Nordstranderin selbstkritisch und beschreibt ihre Teilnahme am perfekten Dinner als Riesenbereicherung: „Ich war in dieser Woche so happy und voller Tatendrang! Das hat mir einfach gut getan und noch mehr Selbstsicherheit in dem gegeben, was ich so gerne tue“, so ihr Resümee. Dass sie ihren geliebten Thermomix nicht benutzten durfte, war eine Herausforderung, die sich viel besser als gedacht meistern ließ, und dass die Kandidaten dank einer Aufwandsentschädigung nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, findet sie auch gut. Deshalb würde sie jedem, der gerne kocht, raten: „Mach mit! Es ist eine ganz tolle Erfahrung.“

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