zur Navigation springen

Familienbildungsstätte in Husum : Das offene Haus hat sich herausgeputzt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Familienbildungsstätte in Husum präsentierte sich – und feierte dabei gleichzeitig das zehnjährige Bestehen ihres Erfolgsprojektes „Wellcome“.

Alte und junge Menschen, solche mit anderer Hautfarbe; Jazzgymnastik und Lachyoga; Flötengruppe am Mittwoch; Menschen, die Hilfe brauchen und andere, die helfen können – kurz: „In Gottes Haus sind viele Wohnungen. So lange es Tränen, Flucht, Krieg, Vertreibung und andere menschliche Katastrophen gibt, ist die Kraft des Trostes von Kirche und Diakonischem Werk gefordert.“ In diese Worte der Andacht kleidete Katrin Hansen, Pastorin der Christusgemeinde Husum, die vielgestaltige Arbeit der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS) in Husum, die sich jetzt bei einem „Tag der offenen Tür“ präsentierte. Auch ein Jubiläum gab es zu feiern: Seit zehn Jahren läuft das Projekt „Wellcome“ unter der Federführung von Sabine Tolkmitt erfolgreich.

„Die sanitären Anlagen, der Fußboden im Saal und mehrere Räume wurden renoviert. Alles ist jetzt heller und freundlicher. Die FBS hat nun einen direkten, offenen und einladenden, überdachten Eingangsbereich: So signalisieren wir ein für alle offenes Haus“, sagte Einrichtungsleiterin Adelheit Marcinczyk. Siegfried Schulze-Kölln, Aufsichtsrats-Vorsitzender des Diakonischen Werkes, unterstrich die Leistung aller Mitarbeitenden, dankte der Nachbarschaft für die Geduld bei der Belästigung durch Schmutz, Staub und Lärm während der Baumaßnahmen und der Stadt Husum sowie dem Kreis für die stets wohlwollende Prüfung der Anträge – wenn auch nicht allen stattgegeben werde könne.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen“ – diese Aussage war Kern der Diskussion zwischen Husums Bürgermeister Uwe Schmitz und dem stellvertretenden Landrat, Jörg von Sobbe, die Britta Rudolph, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, moderierte. „Alle Eltern auf der ganzen Welt brauchen dasselbe. Doch die Rahmenbedingungen werden durch ein anderes Familienverständnis, durch die Frauenrolle und andere Ansprüche begrenzt“, sagte Schmitz. Von Sobbe lobte die „bemerkenswerte Vielfalt des Angebots“ und war begeistert von den Möglichkeiten der Familienbildungsstätte, „bereits vor der Geburt bis ins hohe Alter“ jeden zu bedenken und zu begleiten. „Wir sind weiterhin an Ihrer Seite – es gibt keine Detail-Kürzungen. Sie geschehen im Umlageverfahren“, so von Sobbe.

Mit ihrem Programm und Anspruch füllt die FBS das diesjährige Motto des Kirchenkreises Nordfriesland „Ein Platz für Dich“ mit Leben: Die erste Vorsitzende des Fördervereins der FBS, Ingrid Lenz-Wellmann, eröffnete eine Ausstellung im Seminarraum mit 16 Fotos zu dem Thema.

„Die Freude über ein Neugeborenes ist groß, kann aber bald überlagert werden von Sorgen. Man braucht schnell Hilfe, auch wenn es nicht immer einfach ist, diese anzunehmen“, sagte Siegfried Schulze-Kölln im Beisein der „Wellcome“-Bundeskoordinatorin Alexandra Neumann, der Landeskoordinatorin Gabriele Lüttmer und Sabine Tolkmitt, die das nunmehr zehnjährige Erfolgsprojekt in Husum und Umgebung umsetzt.

Zwischen zwei Monaten bis neun Jahren sind die ehrenamtlichen „Wellcome“-Helferinnen Ansprechpartner für die Familien. Die Verantwortlichen dankten allen Sponsoren für die Unterstützung und den ehrenamtlich Mitarbeitenden für deren engagierten persönlichen Einsatz.

Die Veranstaltung wurde von der Flötengruppe und von jungen Violin-Schülerinnen der FBS geleitet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen