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Nach dem Krokusblütenfest in Husum : Das lilafarbene Wunder braucht Pflege

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Vorsitzende der Husumer Werbegemeinschaf, Peter Cohrs, macht sich Sorgen um die Zukunft der Krokusblüte und mahnt eine gesamtstädtische Initiative für den Tourismus an.

Peter Cohrs macht sich Sorgen um die Krokusblüte. Für den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Husum ist ungewiss, „ob wir auch in Zukunft von diesem einzigartigen Blütenwunder profitieren werden“. Dabei gelten seine Bedenken nicht nur dem Krokusblütenfest, sondern dem Tourismus im Allgemeinen. „Dass sich die Zahl der Krokusse von Jahr zu Jahr verringert, fällt ja nicht nur Experten ins Auge“, so Cohrs bei einem Nachgespräch zum Krokusblütenfest. Und dass wir bis heute nicht sagen können, worin die Krokusblüte ihren Ursprung hat, macht seine Sorgen nicht geringer.

Cohrs erneuerte in diesem Zusammenhang seinen Appell an Politik und Verwaltung, die die Stadt als „Gesamtgefüge zu betrachten“. Dass vor 20 Jahren die Tourismus- und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH) gegründet worden sei, dürfte nicht dazu führen, das Thema Tourismus als erledigt zu betrachten, sagte er. TSMH-Geschäftsführerin Jutta Albert und ihr Team hätten mit der Vermarktung touristischer Inhalte schon mehr als genug zu tun. Der „Überbau“ – die strategischen Leitlinien für den Tourismus und die Pflege der vorhandenen Attraktionen – sei auch und vor allem Aufgabe gesamtstädtischer Überlegungen.

Cohrs verwies in diesem Zusammenhang beispielhaft auf das Schloss vor Husum, das mittlerweile vielfältig genutzt werde, neben einem Café unter anderem die Kreismusikschule, die Galerie der Gegenwartskunst und das Pole-Poppenspäler-Museum beherberge und auch auch als Veranstaltungsort gefragt sei. Der angrenzende Schlosspark erscheine dagegen eher stiefmütterlich, werde nur noch „verwaltet“, sagte er. Dabei handle es sich um einen besonders wertvollen Flecken Erde mitten im Herzen der Stadt.

Mit Unbehagen beobachten Cohrs und seine Mitstreiter, dass auch die Zahl der „wilden Wege“ durch den Schlosspark zunehme und der dadurch „an Charakter“ verlöre. Dem müsse etwas entgegengesetzt werden, mahnte Cohrs, machte aber zugleich deutlich, dass es ihm in diesem Zusammenhang nicht nur um den Schlosspark gehe. Ach auf anderen Gebieten bestehe Handlungsbedarf, sagte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft und führte als Beispiel die noch immer offene Frage an, wie der Dockkoog in Zukunft genutzt werden könnte.

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erstellt am 31.Mär.2015 | 08:00 Uhr

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