Zerstörungswut in Drage : „Das ist das Allerletzte“

Trümmerfeld: Die Täter gingen hier mit brachialer Gewalt zu Werke.
Trümmerfeld: Die Täter gingen hier mit brachialer Gewalt zu Werke.

Vandalismus am Drager Eider-Fluss-Freibad: Sämtliche sanitäre Anlagen wurden von Unbekannten zerstört. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.

shz.de von
17. Juli 2018, 06:00 Uhr

Das brachte Drages Bürgermeisterin Maren Fürst dann doch aus der Fassung: Zerschlagene Toiletten und Waschbecken, der Boden ist mit Scherben übersät. Die sanitären Anlagen am Eider-Fluss-Freibad wurden von Unbekannten zertrümmert. „Das ist das Allerletzte. Ich hoffe, die Täter werden gefasst – und dann sollen sie in voller Höhe für sämtliche Schäden aufkommen“, sagt die Gemeinde-Chefin.

Die Gemeinde Drage hält auf dem Gelände des Freibades sanitäre Einrichtungen vor, die auch nachts geöffnet sind. „Und zwar deshalb, weil hier auch manchmal erst sehr spät Kanufahrer an Land gehen“, wie die Bürgermeisterin erklärt. „Aus diesem Grunde können wir die Zuwegung auch nicht mit einer Kette für Fahrzeuge absperren.“ Doch gesperrt ist nach den jüngsten Ereignissen nun auch das Sanitärgebäude. Der Schaden beläuft sich auf mehrere 1000 Euro.

Die Täter sind mit brachialer Gewalt vorgegangen. Denn anders sei nicht zu erklären, dass massive WC-Porzellanbecken einfach zerschlagen worden sind, so Fürst. „Und welch große Gewalt muss angewendet worden sein, um die Waschbecken und andere Einrichtungen in Trümmer zu legen.“

Die Tatzeit lässt sich auf die Stunden von Sonnabendnacht (14.) bis Sonntagmorgen (15.) eingrenzen. Erste Badegäste entdeckten die Tat dann am Sonntag gegen 7.30 Uhr.

Kopfschütteln auch bei den Polizeibeamten, die den Tatort eingehend in Augenschein genommen haben. Die Ermittlungen laufen. Hinweise, die vertraulich behandelt werden, erbittet die Polizei unter Telefon 04881/310 oder 04841/ 8300. Ob und in welcher Höhe die Gemeinde eine Belohnung für sachdienliche Hinweise auslobt, wird noch beraten.

Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf Fahrzeugbewegungen in diesem Zeitraum, wie die Polizei mitteilt. Die Badestelle liegt zwei Kilometer vom Dorfzentrum entfernt und ist ausschließlich über den Straßenzug Deljekoog zu erreichen. Diese Straße endet an der Eider. Die Badestelle ist vom Deljekoog aus über eine 150 Meter lange Sandzuwegung zu erreichen. Der Parkplatz befindet sich am Ende des Sandweges unmittelbar am Sandstrand. Ein zweiter Parkplatz befindet sich 30 Meter neben der Badestelle an der dortigen Slipanlage. Von Interesse wären insbesondere auch die dort abgestellten Fahrzeuge.

Erst im vergangenen Jahr wurde die Badestelle – inklusive Kanu-Anleger, Badesteg und Sanitärgebäude – saniert und erweitert. Die Maßnahme hat damals rund 20.000 Euro gekostet.


 

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