Pavillon mit Uhr in neuem Glanz : Das Flair der 50er Jahre bewahrt

Bestaunten gemeinsam den sanierten Pavillon und die restaurierte Außenuhr: Olaf Petersen (Malereibetrieb), Thilo Richter (Zimmerei), Elisabeth Mewaldt, Peter Koch und Frank Brinkmann (von links).
Bestaunten gemeinsam den sanierten Pavillon und die restaurierte Außenuhr: Olaf Petersen (Malereibetrieb), Thilo Richter (Zimmerei), Elisabeth Mewaldt, Peter Koch und Frank Brinkmann (von links).

Der altehrwürdige Pavillon in der Husumer Süderstraße wurde in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Auch die alte Uhr erfuhr eine besondere Behandlung.

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24. Juli 2014, 15:15 Uhr

Die Ladenzeile in der Süderstraße 1 a erstrahlt wieder in neuem, altem Glanz. Zwar steht der 1949 errichtete Verkaufspavillon seit 2. November 2012 offiziell unter Denkmalschutz, doch nach Abstimmung mit Elisabeth Mewaldt von der Unteren Denkmalschutzbehörde konnten die notwendigen Sanierungsarbeiten an dem historischen Gebäude realisiert werden. „Das Flachdachgebäude im Schatten der Marienkirche ist ein typisches Bauwerk aus den 50er Jahren und hat dadurch einen historischen Charakter“, erklärte Mewaldt die Beweggründe ihrer Behörde.

Das Vorhaben gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Aus dem Pavillon sollte ursprünglich ein mehrstöckiges Gebäude werden, doch Stadtbildschützer schoben den Plänen des Asmussen-Woldsen’schen Vermächtnisses einen Riegel vor. Nachdem die Stiftung und das Landesamt für Denkmalpflege in den zurückliegenden fünf Jahren auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen waren, erzielte man letzten Endes doch eine außergerichtliche Einigung, deren Resultat sich sehen lassen kann: Die Zimmerei Thilo Richter aus Hattstedt sorgte für ein „glattes Ganzes“ der Hohlkehle (Vermächtnis-Geschäftsführer Frank Brinkmann) und der Malereibetrieb W. Rehm ließ die nach innen gewölbte Fläche unter dem Flachdach wieder samtweiß erstrahlen.

Die blaue Außenuhr hing von Anfang an am Pavillon, läuft also seit 1949 und wurde ebenfalls bei den Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt. Sie wurde gesäubert, abgebeizt und gegen Korrosion geschützt. Zudem gab es es einen neuen Anstrich, für den ebenfalls der Malereibetrieb aus Rantrum verantwortlich war. Die Innenbeleuchtung wurde von der Firma Elektro Ingwersen aus Husum erneuert und das Ziffernblatt durch die Werbewerkstatt Husum. Der Husumer Uhrmachermeister Peter Koch von der Firma Detlef Jensen reinigte und wartete das Uhrwerk, das 65 Jahre lang seinen Dienst tat, kostenfrei. Das neue Logo des Asmussen-Woldsen-Vermächtnisses wurde von dem Hamburger Werbegrafiker und -Designer Christian Brinkmann ebenfalls zum Nulltarif entworfen und ist auf der Uhr erstmals öffentlich zu bewundern.

„Besonders möchte ich die tolle Zusammenarbeit zwischen dem Vermächtnis, dem Kreis und allen ausführenden Unternehmen hervorheben“, sagte Frank Brinkmann sichtlich begeistert anlässlich eines Fototermins, bei dem noch einmal fast alle Beteiligten anzutreffen waren. Wie es bei vielen derartigen Anlagen der Fall ist, gibt es auch bei der Außenuhr am Verkaufspavillon eine sogenannte Hauptuhr. Diese befindet sich im Inneren des Geschäftes von Schuhmacher Günther Pflaeging und wird dort bedient. Sie schickt elektrische Impulse an den draußen angebrachten Zeitmesser. „Auf einem großen Bahnhof gibt es viele Uhren – und um nicht alle einzeln stellen zu müssen, gibt es eine Hauptuhr“, erläuterte Uhrmacher Koch.



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