Schloss Bellevue : Das bestgehütete Geheimnis in Europa

Empfang beim Bundespräsidenten: (v.l.) Dr. Silvio Nuccio Peritore, Romani Rose, Karl-Peter Schramm, Carl Rickmers , Dieter Paul Küssner, Bernhard Ziesch (hinten), Joachim Gauck, David Statnik, Ilse Johanna Christiansen, Christian Elle, Martin Lorenzen, Jens A. Christiansen und Judith Walde. Foto: hn
Empfang beim Bundespräsidenten: (v.l.) Dr. Silvio Nuccio Peritore, Romani Rose, Karl-Peter Schramm, Carl Rickmers , Dieter Paul Küssner, Bernhard Ziesch (hinten), Joachim Gauck, David Statnik, Ilse Johanna Christiansen, Christian Elle, Martin Lorenzen, Jens A. Christiansen und Judith Walde. Foto: hn

Minderheitenrat der vier nationalen Minderheiten Deutschlands zu Gast bei Bundespräsident Joachim Gauck.

shz.de von
29. April 2013, 09:38 Uhr

Nordfriesland/BerliN | Bundespräsident Joachim Gauck hatte den Minderheitenrat der vier nationalen Minderheiten Deutschlands (Dänen, Sorben, Sinti und Roma und Friesen) zum Gespräch ins Schloss Bellevue in Berlin eingeladen. Der Rat nutzte die Gelegenheit, die vier anerkannten Minderheiten und deren Vertreter organisationen vorzustellen und über aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.

Gauck, der wenig über die Friesen wusste, ließ sich von der neu gewählten Vorsitzenden des Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord, Ilse Johanna Christiansen erklären, dass "die Friesen das bestgehütete Geheimnis in Europa sind."

Neben den Friesen in Nordfriesland und im Saterland wollen die Minderheiten Deutschlands und Europas ihren Beitrag bei der Gestaltung Deutschlands und Europas leisten. "Wir Minderheiten wollen deutlich machen, dass wir nicht nur Folklore sind und auch keine Gefahr für die Stabilität Europas darstellen. Wir müssen und werden auch das wirtschaftliche, wissenschaftliche, mediale und intellektuelle Potenzial der Minderheiten sichtbar machen. Gemeinsames Ziel aller sollte es sein, diese Ressourcen bemerkbar und anwendbar für die Gesamtgesellschaft zu gestalten", erläuterte Ilse-Johanna Christiansen. Damit Gauck mehr über die Friesen erfahren kann, lud Carl Rickmers den Bundespräsidenten prompt nach Föhr ein.

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