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Einkaufsstadt Bredstedt : Das Angebot lässt noch Wünsche offen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Bürgerbefragung des Bredstedter Handels- und Gewerbevereins ergab: Die Mehrheit der Kunden vermisst eine größere Auswahl an Fachgeschäften. Auch wünscht sie sich mehr spezialisierte Ärzte vor Ort.

Mit Spannung erwartet, stellten der zweite Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Bredstedt, Manfred Feddersen, sowie der Leiter Stadtmarketing, Johann Georg Carstensen, die Ergebnisse der im Herbst des vergangenen Jahres gestarteten Kundenbefragung vor. Das richtige Forum fanden sie im Rahmen der Jahresversammlung im Bredstedter Sool. „Wir wollten wissen, was sich die Kunden wünschen und welche Vorschläge sie zur Verbesserung haben. Diskutieren wollen wir das heute noch nicht“, so Feddersen einleitend.

Die gemeinsam mit dem Stadtmarketing erarbeiteten Fragebögen erhielten etwa 8500 Haushalte – also rund 17 000 Bürger – im Bereich des Amtes Mittleres Nordfriesland. 208 Rückmeldungen, das sind 2,4 Prozent, erfolgten. „Dennoch ist das ein repräsentatives Ergebnis. Es waren alle Altersgruppen vertreten, und es kamen viele Vorschläge“, so der Vize-Chef. 78 Prozent der Befragten wünschten sich mehr Verlässlichkeit durch Einführung durchgehender Öffnungszeiten, insbesondere in der Saison. „Die Touristen kommen meist erst gegen Mittag in die Innenstadt, und gerade dann schließen viele Fachgeschäfte wegen der Pause“, stellte Feddersen fest. Aber auch der Wunsch nach flexibleren Öffnungszeiten der Amtsverwaltung wurde laut. Nur 23 Prozent hatten signalisiert, mit dem geschäftlichen Angebot zufrieden zu sein, 77 Prozent also nicht. Sie wünschten sich die Ansiedlung von Modegeschäften für Kinder, Erwachsene und Senioren, die eines Herrenausstatters, Sportgeschäftes, eines Supermarktes in Marktplatznähe, oder eines Fischgeschäftes. Mehr Fachärzte in der Stadt – das war ein weiterer Wunsch. Zudem vermissen die Bürger, die sich bei der Befragung zu Wort gemeldet hatten, Läden für Haushaltswaren, Dekoration und Schreibwaren, ein Steakhouse, eine Gaststätte mit regionaler Küche und die berühmte kleine Kneipe an der Ecke, beziehungsweise eine Bar.

Zu vermietende Läden gebe es, so lauten viele Anmerkungen, genug. „Leerstände sind in allen Städten ein Thema. Doch in Bredstedt bewegt sich was. Viele Objekte werden gerade saniert“, sagte dazu Manfred Feddersen. Die Anregung aus der Runde, einen Plan zu erstellen, der die aktuell zur Verfügung stehenden Räume auflistet, nahm er auf.

63 Prozent der „Rückmelder“ zeigten sich zufrieden mit der Gestaltung der Innenstadt und der Geschäfte. Besonders in der dunklen Jahreszeit sei es wichtig, für mehr Licht zu sorgen. Einige Geschäftsleute gäben sich viel Mühe mit der Dekoration ihrer Schaufenster und der Flächen vor den Läden – das wünschen sich Bürger noch in verstärktem Maße. Begrüßenswert wären auch mehr Kundenfreundlichkeit und -service, mehr Begrünung und mehr gepflegte Blumenbeete. Angeregt wurde, weitere Sitzmöglichkeiten zu schaffen und die Kreisverkehre anders zu gestalten. 68 Prozent waren mit den Parkmöglichkeiten in Bredstedt zufrieden. Die Anregung dazu: ein Parkleitsystem zu entwickeln. Eine Einbahnstraßenregelung für die Osterstraße, Süderstraße und Bahnhofstraße war zudem im Gespräch. Die vom HGV und der Stadt gemanagten Veranstaltungen bewerteten 93 Prozent positiv. „Ein tolles Ergebnis“, so Carstensen. „Daumen hoch“ hieß es für den von Torsten „Toshi“ Humfeldt iniierten Open-Air-Sommer.

Manfred Feddersen kündigte an, eine Arbeitsgruppe aus dem HGV zu bilden und mit Bürgermeister Knut Jessen, dem Leitenden Verwaltungsbeamten beim Amt Mittleres Nordfriesland, Dr. Bernd Meyer, und dem Leiter Stadtmarketing, an einem Runden Tisch zusammenzubringen. Kräfte bündeln zum Wohl der Stadt und allen Geschäftsleuten sei angesagt.



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