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Initiative Tagungswirtschaft : Damit sich Geschäftsleute wohlfühlen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein lockerer Image-Film und der Schwerpunkt auf Tagungswirtschaft sollen Husum als Messe- und Kongress-Stadt noch attraktiver machen. Der Streifen ist ab sofort im Internet verfügbar.

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erstellt am 20.Feb.2015 | 11:30 Uhr

Was für ein jammervolles Bild: Vier Geschäftsleute quasseln aufeinander ein als gäbe es kein Morgen. Der fünfte stiert gedankenverloren vor sich hin als sei bereits der letzte Tag angebrochen. Dann der Befreiungsschlag: Dem Mann platzt der Kragen. Er übergießt sich mit Mineralwasser und eilt zum Auto. Das Navi weist (oder weiß vielleicht sogar?) den Weg zu neuer Fröhlichkeit. Die hat einen Namen: Husum. Hier gibt es einfach alles: nette Leute, Nordsee, Wattenmeer und Krabben – und ein Messe- und Kongresszentrum, das sich sehen lassen kann. Also Schluss mit dumpfen Debattieren im firmeneigenen Ambiente und hinein ins heitere Kongress-Vergnügen Marke „Husum hat mehr“.

Wie jetzt? Das soll Husum sein? „Nein“, sagen Jutta Albert, Geschäftsführerin der Tourismus- und Stadtmarketing GmbH und Mitarbeiterin Andrea Meiswinkel, die in der TSMH für Marketing, Tagungen und Kongresse zuständig ist: „Das ist Husum.“ Und weil da noch mehr geht, hat sich die TSMH mit der Stadt Husum, der Messe Husum & Congress sowie weiteren Anbietern und Partnern aus der Tourismus-Branche zusammengetan. Ihr Ziel: „Husum als einen der kleinsten, aber nördlichsten Standorte für Messen, Tagungen und Kongresse auszubauen.“ In Schleswig-Holstein ist die Konkurrenz auf diesem Gebiet vergleichsweise überschaubar: „Lübeck, Kiel, Sylt und jetzt eben Husum“, fasst Jutta Albert zusammen. Bundesweit aber steht die Stadt in einem „knallharten Wettbewerb mit rund 7000 Anbietern“. Und die meisten verfügten über weitaus günstigere Voraussetzungen.

Damit es ihnen trotzdem gelingt, Husum als „Destination“ für Geschäftsreisende, die übrigens rund zehn bis 15 Prozent des touristischen Gesamtvolumens ausmachen, voranzubringen, haben Albert und Meiswinkel in den zurückliegenden Jahren viel getan. Seit 2010 das Nordsee-Congress-Centrum eröffnet wurde, ist die TSMH in Sachen MICE unterwegs. MICE steht für „Meetings – Incentives – Conventions – Events“) und jenen Teil des geschäftlichen Tourismus’, der die Organisation und Umsetzung von Tagungen (Meetings), Anreiz- und Belohnungsreisen (Incentives), Kongressen (Conventions) und anderen Veranstaltungen (Events) umfasst.

Nicht zuletzt wegen ihrer geografischen Randlage ist die Stadt auf diesem Gebiet nicht gerade ideal aufgestellt. Aber es gibt auch manches Pfund, mit dem Albert, Meiswinkel und ihre Verbündeten noch mehr wuchern wollen – wie die langjährige Erfahrung der Messegesellschaft im Messe- und Kongress-Geschäft. Dazu gehört ein zweisprachiger Auftritt im Internet (www.nordsee-congress.de), wo seit gestern der Image-Film „Husum mal ganz ehrlich“ von Linus Krebs zu sehen ist. Darin wird Husum mit sympathischen Augenzwinkern als Rundum-Wohlfühl-Ort für Geschäftsreisende beschrieben. Der gefrustete Herr vom Anfang findet hier jedenfalls alles, wonach er gesucht hat, und zögert keine Sekunde, seine Kollegen an diesem Genuss teilhaben zu lassen.

„Wer Tourist-Information hört, denkt meist an Zimmervermietung oder das Verteilen von Prospekten“, sagte Bürgermeister Uwe Schmitz gestern bei der Vorstellung des Films im Kino-Center auf der Neustadt. „Aber hier wird natürlich viel mehr als das gemacht“, so der Vertreter der Mehrheitsgesellschafterin im TSMH-Aufsichtsrat. „Und das hier lässt mich verstehen, was mit dem Begriff ,großes Kino‘ gemeint ist“, kommentierte er den Image-Film. „Sie sprachen vorhin von ,Herzblut‘“, wandte sich Schmitz an das Team um Albert. „Tatsächlich kann man seine Arbeit – ob haupt- oder ehrenamtlich – nur gut machen, wenn man sie liebt.“ Und: In Husum sei nicht alles optimal, aber viel besser als anderswo. Das genau ist die Botschaft von „Husum – mal ganz ehrlich“.

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