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Damit das Familienleben nicht zum Abenteuer wird

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das größte Lob für das Standardwerk von Jan-Uwe Rogge zum Thema „Pubertät – Loslassen und Haltgeben“ kam von einer, die es wissen musste (obgleich Pubertät ja gern als Lebensphase gesehen wird, in der Menschen noch viel mehr entgleitet als ein Gesichtszug). Es war eine 15-Jährige, die sich beschwerte, dass Rogge den Erwachsenen so viele „unserer Tricks verraten“ habe. Das Buch hatte sie ihren Eltern trotzdem geschenkt – „damit sie es mit mir nicht so schwer haben“.

Eine schwere Zeit ist die Pubertät tatsächlich. Und mit seinem 350 Seiten starken „Erste-Hilfe-Paket“ dürfte Rogge schon so manchen Eltern den Weg aus der Verzweiflung gewiesen haben. Vor allem seine aus dem Leben gegriffenen Beispiele sind es, die schlagartig klar machen, wo Mutter oder Vater selbst mit intensivsten Grübeleien nicht weiterkommen. Oder was ist los mit jener 14-Jährigen, deren Eltern sich trennen wollen und die plötzlich nur noch herumzickt und sich für nichts mehr interessiert? „Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass Ihre Tochter sich gerade von Ihnen lösen möchte. Und was machen Sie? Sie drehen den Spieß um. Wie soll sie denn damit klarkommen?“

Nicht immer ist die Erklärung so einfach wie in diesem Fall. Und nicht immer ist es nur ein Grund, der zu einer ganzen Fülle von Verwerfungen führt. Doch viel zu oft werfen Eltern oder Kinder die Brocken hin. Dabei ist Erziehung in der Pubertät möglich, sagt Rogge und wartet auch dafür mit anschaulichen Beispielen auf. Die neue Auflage seines 250 000 Mal verkauften Klassikers hat Rogge erweitert und aktualisiert. An seiner These, dass Pubertät kein Übel, sondern ein notwendiger Prozess ist, hat das allerdings nichts geändert. Am Freitag, 30. August, ab 19.30 Uhr kommt Rogge auf Einladung der Schlossbuchhandlung in die Gemeinschaftsschule Nord. Karten gibt es in der Schlossbuchandlung, Telefon 04841/89214.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 00:37 Uhr

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