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Trendsport erreicht ETS-Region : Dänen bestaunen "Stand Up Paddling"

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Touristikfachfrauen aus dem dänischen Viborg informierten sich in Schwabstedt über die ETS-Region. Dabei wurde ihnen auch das Stand-up-Paddeln vorgeführt. Später gab es noch eine Stadtführung durch Friedrichstadt.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 13:00 Uhr

Etwas dichter besiedelt als die Eider-Treene-Sorge-Region ist das Gebiet rund um die dänische Stadt Viborg schon. Daher unterscheidet sich die Arbeit des Tourismusvereins Viborg etwas von der der Vereine in der ETS-Region. Schließlich nutzen auch die Bewohner von Viborg, einer Stadt mit rund 35.000 Einwohnern, die Naturlandschaft rund um den Ort, um dort zu entspannen. Die Natur selbst ist wie in der ETS durch das Wasser geprägt. Während es hier die Flüsse Eider, Treene und Sorge sind, gehört in den Verwaltungsbereich des Viborger Tourismusvereins auch Dänemarks längster Fluss, die Gudenau. Hinzu kommen noch zahlreiche weitere Wasserläufe, wie etwa Karupau, Nörreau, Vorningau, Skelsau und natürlich der Tjelle Langsee. Und wie in der ETS bieten die Viborger Touristiker die Entdeckung der Landschaft mit Kanus an. Um etwas über das Konzept ihrer deutschen Kollegen zu erfahren, machten sich Tina Degn, Mitarbeiterin von VisitRanders (Randers ist eine der sieben am Projekt Guldenau beteiligten Gemeinden), Annemarie Kvist, Midtjysk Turist – Regionale Tourismus-Entwicklungsgesellschaft, Anette Mindahl, Tørring Kanuverleih an der Gudenau, Alice Nørgaard, Repräsentantin von VisitViborg, arbeitet momentan an einer neuen Kanubroschüre für die Viborger Gegend, und Dina Mogensen, Mitarbeiterin von VisitViborg , auf den Weg nach Süden, in die Flusslandschaft nach Schleswig-Holstein.

Dort wurden sie von der Eider-Treen-Sorge GmbH betreut. Regionalentwickler Yannek Drews nahm sich der Damenriege an, um ihr die Besonderheit der Region zu zeigen. Beeindruckt zeigten sich die Däninnen von der Bargener Fähre und dem kleinen Fähranleger. Im Stapelholm Hus, dem Domizil der GmbH, gab es dann einen Vortrag von Drews über das Regionalmarketing, bevor es zum Bootshafen nach Pahlen ging. In Bergenhusen waren die Gäste aus Dänemark von den vielen Störchen begeistert, denn in ganz Dänemark gab es im vergangenen Jahr nur drei belegte Nester. Dort wurden ihnen in der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge die vielfältigen Schutzmaßnahmen in der Region erläutert.

Einer der Höhepunkte des Tages war dann, vor der Stadtführung durch Friedrichstadt in dänischer Sprache, der Besuch an der Flussbadestelle in Schwabstedt. Dort, bei eisigem Wind, wurde das neueste Angebot demonstriert. Das so genante Stand Up Paddeln. Diane Grunow aus Friedrichstadt und Birgit Pauli aus Norderstapel beginnen nämlich in dieser Saison damit, die noch junge Trendsportart in der Flusslandschaft zu vermarkten. Zwar wird es keine feste Verleih- und Ausbildungsstation geben, doch über das Internet unter www.sup-port.center, per mail sup-port.center@web.de oder per Telefon unter 0151/59438071 oder 01785253425 sind die beiden Frauen jederzeit erreichbar und rücken bei Bedarf mit ihren Gerätschaften an. Bis zu sechs Boards haben sie dabei, um Unterricht zu erteilen, oder die wie ein breites Surfbrett aussehenden Bretter zu verleihen. Daher wird es künftig wohl neben den Grachten- und den Angelbooten auch mehr und mehr Stand-Up-Paddler auf den innerstädtischen Wasserläufen geben. Bereits im Imagefilm der ETS-Region, der im Internet zu sehen ist, wurde ein Stand-Up-Paddler auf dem Mittelburggraben, direkt am Marktplatz, im Herbst gefilmt. Unter anderem diese Bilder waren der Grund dafür, dass die beiden Frauen diese Sportart nun in der ETS-Region anbieten.

In Schwabstedt am Strand, besser auf der Treene unter den kritischen Augen von DLRG-Chef Gerd Delle, wurde das Paddeln bei eisigen Temperaturen demonstriert. Und auch Anette Mindahl wagte es, sich auf das Bord zu begeben. Allerdings nicht stehend, sondern aus Sicherheitsgründen nur auf den Knien hockend. Doch für ihren Mut wurde sie von ihren Kolleginnen mit Beifall bedacht. Auch Regionalbetreuer Yannek Drews ließ es sich daraufhin nicht nehmen, ein Board zu besteigen und mit festen Straßenschuhen einige Runden stehend auf der Treene zu absolvieren. Allerdings fiel es ihm nicht ganz so schwer, denn sein großes Hobby ist das Surfen, beste Voraussetzung für das Stand Up Paddling, wie Birgit Pauli sagt. Aber auch für Ungeübte soll es ihren Worten nach kein Problem sein, auf dem Brett den Wassersport auszuüben. Nach bereits einer Stunde, so Birgit Pauli, könnten sich auch Anfänger auf dem Board auf einer Gracht oder einem Stillwasser vorwärtsbewegen. Mit etwas Übung könnten dann auch Wanderungen auf der Treene, etwa von Friedrichstadt nach Schwabstedt unternommen werden. Der Vorteil: Alle Muskeln des Körpers werden beansprucht, es ist also ein ideales Fitnessprogramm.

Die Trendsportart geht auf polynesische Fischer zurück, die sich stehend auf einer Art Einbaum oder flachem Kanu zu den Riffen und Fischgründen bewegten. In den 1990er Jahren entwickelte sich das Stand Up Paddling durch hawaiianische Surfer zu einer eigenen Wassersportart, die jetzt auch Europa erreicht hat.

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