Kultur auf den Halligen : Coole Bands an einem coolen Ort

Wingenfelder – das sind die Brüder Kai (links) und Thorsten, Köpfe der Band Fury in the Slaughterhouse.
Wingenfelder – das sind die Brüder Kai (links) und Thorsten, Köpfe der Band Fury in the Slaughterhouse.

Torfrock, Illegal 2001, Wingenfelder, Sarajane und Tim Linde geben sich auf der Hallig Langeneß ein Stelldichein.

shz.de von
09. Mai 2018, 15:00 Uhr

Wer Kultur sagt, muss auch Halligen sagen. Die Konzertreihe ist zu einem festen Bestandteil im Jahresablauf geworden, die ihre Fans mit vielen Highlights auf die beschauliche Hallig Langeneß lockt. Das Programm ist bunt und abwechslungsreich und gefüllt mit musikalischen Perlen. Den Anfang macht am 10. und 11. Mai die Gruppe Torfrock – wahre Dinosaurier, die seit 40 Jahren auf der Bühne stehen. Die Rocker aus Torfmoorholm bleiben sich und ihren Fans treu und beschallen die Bühnen des Landes nach eigenem Bekunden „beständig und zuverlässig mit Gebrauchsrock“. Die Jungs von Torfrock sind unverwüstlich. Jedes Konzert wird zu einem besonderen Erlebnis durch frische und rockige Arrangements ihrer Klassiker – und natürlich spielt ihr typischer Humo(o)r dabei eine gewaltige Rolle . . .

Der 12. Mai gehört den Urgesteinen von Illegal 2001. Die Bandmitglieder stammen aus Schleswig-Holstein. Es gibt kaum jemanden, der Songs
wie „A 7“ oder „Nie wieder Alkohol“ nicht kennt. Mit Bühnenerfahrung aus 30 Jahren sorgen die „Illegalen“ entspannt und „frei von musikalischer Wichtigtuerei“ für einen Abend, an den sich das Publikum noch lange erinnern wird. Es gibt nicht nur die obligatorischen Klassiker und ein paar neue Titel, sondern immer wieder völlig überraschende Erkenntnisse über das Leben und die Musik. Doc Fiete, Thomas, Jens, Fred und Chrischi sind schwer begeistert davon, auf einer Hallig Musik zu machen: „Das Besondere an der Konzertreihe ist, mit den Fans auf der Fähre rüberzusetzen. Die Konzerthalle, das Grillen, das Meer, die Luft und die Atmosphäre – einfach einzigartig. Entspannung pur.“

Etwa zwei Wochen später, am 1. Juni, tritt Sarajane auf: Geboren wurde die Britin Mitte der 80er-Jahre als ältestes von sechs Kindern. 2005 zog sie nach Hamburg und wurde dort an der Hamburg School of Music ausgebildet, später dann von Ina Müller entdeckt. Ihre Stimme ist „ganz großes Drama“ mit einem Hauch von vibrierendem Gospel-Abend. Sarajane macht Musik, die alle von den Sitzen zu reißen vermag, „selfmade“ und kraftvoll, entspannt, souverän und ohne Blendwerk. „Nun bin ich Sängerin, Veranstalterin und Songwriterin, Bookerin, meine Bank, meine Sekretärin, sogar meine eigene Platten-Chefin...“, sagt sie verschmitzt.

Am 2. und 3. Juni kommt Wingenfelder auf die Hallig: „Es ist der Ort, der diese Konzerte so einzigartig macht. Sie beginnen mit der Anreise für Publikum und Band und enden auch erst, wenn die Füße wieder Festland erreichen. Eine unvergleichliche Atmosphäre. Mehr Abenteuer im Norden geht nicht“, schwärmt Kai Wingenfelder. Nach Fury in the Slaughterhouse konzentrieren sich die Brüder Thorsten und Kai wieder auf das Erfolgsprojekt Wingenfelder. Die beiden Songschreiber, Gitarristen und Sänger sind die Stimmen und Köpfe von „Fury“, auf internationalen Bühnen unterwegs und kommen gern mit frischen Songs nach Langeneß: Darauf können sich die Fans schon jetzt freuen.

Als besonderes Schmankerl ist am 3. Juni Tim Linde als Support für Wingenfelder mit dabei. Der gebürtige Krefelder lebt heute mit Frau und Kindern in Hamburg. Er landete einen großen Hit mit „Wasser unterm Kiel“ anlässlich der Taufe seiner Tochter. Heute singt er zur Gitarre seine Geschichten, die das Leben schreibt.

Tickets gibt es unter www.shtickets.de – weitere Informationen: www.kulturaufdenhalligen.com/termine-tickets

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