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Grosser Spendenerfolg : Cilians Weg zu den Delfinen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der kleine Cilian aus Wester-Ohrstedt hat schon viel durchgemacht, aber jetzt gibt es wieder Hoffnung. Seine Geschichte bewegte viele Menschen, die für eine Delfintherapie Geld gaben. Die Reise nach Curacao ist damit gesichert.

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erstellt am 18.Dez.2013 | 12:00 Uhr

„Wir sind sehr gerührt und überrascht, dass sich so viele Menschen für uns interessieren“, sagt Tabea Zietz. Die 23-jährige, alleinerziehende Mutter konnte sich in den vergangenen zwei Monaten dank eines Aufrufs in unserer Zeitung über zahlreiche Spenden freuen, die ihrem Sohn Cilian (2) zugute kommen sollen. Der Junge hatte einen schweren Weg ins Leben. Er ist taub geboren, hat motorische Entwicklungsstörungen und legt autistische Verhaltensweisen an den Tag. Jetzt blickt seine Mutter hoffnungsvoll in die Zukunft, denn der Betrag von 12 000 Euro für eine Delfintherapie ist schon fast erreicht.

„Wir möchten uns bei allen Spendern bedanken, denn ohne sie könnten wir diesen Erfolg gar nicht feiern“, betont die junge Frau aus Wester-Ohrstedt. So hat sie beispielsweise 1000 Euro aus der Tombola des Viöler Weihnachtsbasars und 400 Euro Sitzungsgeld von der Gemeindevertretung Wester-Ohrstedt bekommen. „Die erste Klasse der Grundschule Rantrum hat uns außerdem noch wunderschöne Bilder gemalt“, ist Tabea Zietz gerührt.

Wegen der vielen unerwarteten Hilfsaktionen konnte Tabea Zietz den Termin für die Therapie auf der Karibikinsel Curacao vorverlegen. Am 24. November 2014 soll es nun losgehen. Zwölf Tage lang wird Cilian dann mit den Meeressäugern in Kontakt kommen. Damit wird es aber nicht getan sein.

„Wir versuchen, eine Rücklage für weitere Therapien aufzubauen“, berichtet die engagierte Mutter. Vor dem geplanten Schuleintritt in dreieinhalb Jahren möchte sie mit ihrem Sohn gern noch einmal die Delfine besuchen. Dann würde Cilian noch einen „richtigen Schub“ vor Schulbeginn bekommen, hofft sie. Denn schon jetzt würden sich dessen autistische Züge verstärken: „Es gibt immer mehr Anzeichen. Vor allem in den jüngsten Wochen und Monaten hat sich sein Verhalten verschlimmert.“ So schlage sich der Kleine manchmal sogar selbst, da er sich selbst ansonsten nicht mehr richtig wahrnehmen könne.

Um ihre nächsten Ziele zu erreichen, setzt die gelernte Hauswirtschafterin weiterhin alle Hebel in Bewegung. Vor Kurzem hat sie eine neue Internetseite für Cilian eingerichtet und weitere Spendendosen in Husum und Umgebung aufgestellt. Ihr Bruder Tobias (25) hilft ihr, wo er kann, denn Cilian ist für ihn fast schon wie ein eigener Sohn. „Es ist anstrengend und sehr hart für Tabea“, weiß Tobias Zietz. „Aber die vielen positiven Reaktionen geben ihr neue Kraft.“

Die junge Frau ist dankbar für die Hilfe ihrer Familie und wird weiterhin alles daran setzen, um ihrem Sohn die beste Behandlung zu ermöglichen.

 

 

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