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Frühschoppen mit Kunstinteressierten : Chronikverein geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Um den Austausch mit Kunstinteressierten anzukurbeln, lädt der Chronikverein Poppenbüll zu Frühschoppen-Gesprächen ein. An jedem zweiten Sonnabend des Monats trifft sich die Runde ab sofort jeweils um 10.30 Uhr in der Gaststätte De Kohstall.

Neue Wege will der Chronikverein Poppenbüll bei seiner Vereinsarbeit gehen. Er möchte weiter Bilder, Berichte und Ideen sammeln. Hierzu werden sich nun Interessierte künftig monatlich zu einem Frühschoppen-Gespräch treffen, das offen ist für jedermann. Das erste Treffen ist morgen um 10.30 Uhr in der Gaststätte De Kohstall, danach immer am zweiten Sonnabend eines Monats. Das gab der Vorsitzende Rolf Rölke in der Jahresversammlung des Vereins bekannt. Dazu waren 25 Mitglieder und Interessierte in die Gaststätte gekommen. Neben dem Jahresrückblick gab es auch einen Vortrag über den Tönninger Kirchenmaler Marten van Achten.


Noch Fotos für den Kalender 2015 gesucht


 

Rolf Rölke berichtete über die Gestaltung des Kalenders 2014. Es wurden wieder zwölf alte und aktuelle Fotos aus der Gemeinde ausgewählt und zu einem Monatskalender zusammengestellt. Ob Rummelpott, Tanzschule, Heuernte oder Posaunenchor, viele Bereiche wurden auch diesmal wieder berücksichtigt. 70 Kalender wurden gedruckt und waren am Jahresende komplett vergeben. Die Vereinsmitglieder bekamen ein Exemplar gratis, der Rest wurde verkauft. Der Kalender für das Jahr 2015 wird in den nächsten Wochen erstellt. Hierfür sucht der Verein noch Fotos.

Das Dorfplatzfest im Sommer wurde vom Chronikverein mitgestaltet. Er hatte einen eigenen Stand mit Literatur und alten Fotografien aufgebaut, der regen Zuspruch fand. Außerdem boten Nicolai Reeder und Rolf Rölke zwei Kirchenführungen an. Sie stießen auf großes Interesse.

Poppenbüll vor 900 Jahren – wie Kirche, Warften und Köge entstanden – so lautete ein Vortrag in der Poppenbüller Kirche. Referent war Dr. Dirk Meier aus Wesselburen. Als Leiter verschiedener archäologischer Ausgrabungen in Eiderstedt, besonders am Ringdeich des St.-Johannis-Kooges und 1990 auf der Warft Hundorf, ist er mit der Siedlungsgeschichte Poppenbülls eng vertraut und konnte den zahlreichen Zuhörern viele interessanten Details berichten.

Die Hauptaktivität des vergangenen Jahres war aber die Mitarbeit an der Gestaltung der 900-Jahr-Feier von sechs Eiderstedter Kirchengemeinden, darunter auch Poppenbüll. Es wurde eine Broschüre erstellt und die Stellwände in der Kirche ausgearbeitet. Außerdem hatte der Verein die Fahrradrallye mitorganisiert und sich am Erntedankgottesdienst beteiligt. Vorstandsmitglied und Schriftsteller Uwe Herms hatte zudem eine Lesung mit eigenen Texten, begleitet von Ralf Jarchow an der Laute, in der Kirche zu Osterhever gehalten.

Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende Rolf Rölke in seinem Amt bestätigt. Ute Böttcher wird im nächsten Jahr die Kasse prüfen. Der Verein hat derzeit 36 Mitglieder.

Im zweiten Teil des Abends hielt der Vorsitzende einen Vortrag über den Kirchenmaler Marten van Achten. Es ist nur wenig Persönliches von diesem Künstler überliefert. Man weiß nur soviel, dass er von Holland her eingewandert ist und vor 400 Jahren viele künstlerische Spuren auf Eiderstedt hinterlassen hat. So hat er 1601 als Auftragskünstler den Poppenbüller Altar gefertigt. Rölke zeigte anhand vieler Fotos, wie diese einzelnen Bilder nach Vorlagen von Stichen wohl entstanden sind.



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