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Schüler aus Longyou in China zu Gast in Husum : Chinas Schüler zeigen Ehrgeiz, Neugier und Respekt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Austauschprogramm der Theodor-Storm-Schule offenbart Unterschiede im Unterricht zwischen Deutschland und China.

von
erstellt am 16.Jul.2017 | 15:00 Uhr

„Nihao“ – mit einem freundlichen Hallo wurden die chinesischen Austauschschüler aus Longyou in der Provinz Zhejiang an der Theodor-Storm-Schule begrüßt. 19 Schüler und drei Lehrer hatten sich auf den Weg nach Husum gemacht. Ein solcher Austausch findet bereits zum dritten Mal statt, um den Schülern einen Einblick in fremde Kulturen zu ermöglichen. „Früher hat man ja einen Umkreis von 100 Kilometern bei Klassenfahrten nicht verlassen“, erinnerte sich Bürgermeister Uwe Schmitz anlässlich seines Besuches bei den Gästen. Heute sei es einfacher, über den Tellerrand zu blicken.

Der Alltag an der Theodor-Storm-Schule unterscheidet sich deutlich von dem in der Heimat der Gastschüler. Schulleiterin Sibylle Karschin weiß von deutlich höheren Klassenfrequenzen in der Partnerschule, den ausgeprägteren Respekt vor Lehrern sowie die größere Neugier und den Ehrgeiz der chinesischen Schüler. Während hier extra für Mathematik und Naturwissenschaften geworben werden müsse, gebe es in China durch die hohen Schülerzahlen einen sehr viel größeren Wettbewerb um Fächer und Platze.

Jetzt auf dem Programm standen Besuche von Flensburg und Schleswig sowie die Erkundung des Weltnaturerbes Wattenmeer.

Alle fühlen sich gut integriert in ihren Gastfamilien. Da die Gespräche auf Deutsch und Chinesisch nicht gut klappen, sprechen die meisten Englisch miteinander. „Manchmal weiß man gar nicht, was man sagen soll“, erzählt Lilli (14 Jahre). Sie hofft auf eine enge Freundschaft mit ihrer Austauschschülerin Wang chen Xuan. „Wir haben schnell Gemeinsamkeiten festgestellt“, berichtet Lilli weiter. Und auch zwischen Wiebke (15) und Beiny (15) herrscht eine warmherzige Stimmung. Beiny freut sich, mehr über deutsche Musik und Geschichte zu erfahren. Kleinere Verständigungsprobleme werden dank moderner Technik einfach gelöst. So ist das Handy stets dabei und hilft, schwierige Worte zu übersetzen.

Jetzt heißt es Abschied nehmen, bevor nach den Ferien die deutschen Schüler nach China aufbrechen. Da der Austausch ein teures Unterfangen ist, das sich keineswegs jeder Schüler leisten kann, wurde die Aktion von dem Rotary-Club Husum mit 500 Euro unterstützt.


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