Husums Gymnasien arbeiten gemeinsam : Chancen für Forscher von morgen

Im Forschungsraum: Tanja Ahlers (Bildungsministerium), Prof. Dr. Ilka Parchmann (IPN), Dr. Jenny Meßinger-Koppelt (Joachim-Herz-Stiftung) und die Schulleiterinnen Sibylle Karschin (TSS) und Renate Christiansen (HTS, v. l.).
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Im Forschungsraum: Tanja Ahlers (Bildungsministerium), Prof. Dr. Ilka Parchmann (IPN), Dr. Jenny Meßinger-Koppelt (Joachim-Herz-Stiftung) und die Schulleiterinnen Sibylle Karschin (TSS) und Renate Christiansen (HTS, v. l.).

Der Startschuss für das Schülerforschungszentrum Nordfriesland von Hermann-Tast- und Theodor-Storm-Schule ist gefallen.

shz.de von
08. März 2018, 14:31 Uhr

Eine Straßenlaterne mit autarker Stromversorgung, ein Motorradhelm, dessen Visier sich selber sauber hält oder eine App zum Finden verloren gegangener Gegenstände: All das ist keine Zukunftsmusik, zumindest nicht für Schülerinnen und Schüler der Hermann-Tast-Schule (HTS) und der Theodor-Strom-Schule (TSS). Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 können sie – wie auch alle anderen naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler im Kreis – intensive Erfahrungen mit eigenständiger Forschung machen. Zur Auftaktveranstaltung des gemeinsamen Projektes Schülerforschungszentrum Nordfriesland hatte HTS-Schulleiterin Renate Christiansen jetzt in die eigens dafür umgebauten Räume an ihrer Schule eingeladen.

Getragen wird das Projekt durch die Hamburger Joachim-Herz-Stiftung, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel.
Die beiden Husumer Gymnasien bilden einen von sechs Standorten des Netzwerkes Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein.

Die speziell ausgestatteten Räumlichkeiten und die Unterstützung und Ermutigung der Lehrkörper geben den jungen Forscherinnen und Forschern Raum, um eigene Ideen verfolgen und umsetzen zu können. „Irgendwann reicht die elterliche Garage zum Forschen eben einfach nicht mehr aus“, formulierte es Sibylle Karschin, Schulleiterin der TSS, bei der feierlichen Übergabe der Plaketten an beide Schulen. Und die Bemühungen zeigen schon Erfolg: Das erste schulübergreifende „Jugend-forscht“-Team von HTS und TSS konnte mit dem Projekt „FindIT – Suchen war gestern“ den Regionalwettbewerb der Kategorie Technik gewinnen.

Für das Kieler Ministerium stellte Tanja Ahlers fest, dass es in erster Linie die engagierten Schulleitungen und Lehrer sowie die begeisterten Schüler seien, die für den großen Erfolg und das Interesse in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) verantwortlich sind. „Für uns war MINT früher noch die Abkürzung von Pfefferminz“, flachste Bürgervorsteher Peter Empen in seinem Grußwort, in dem er betonte, dass beide Gymnasien ihre Qualität behalten, aber ihr Angebot um die gesellschaftlichen Erfordernisse erweitert hätten. Und für die Stiftung kündigte Dr. Jenny Meßinger-Koppelt an, das Projekt mit insgesamt 1,9 Millionen Euro für die Standorte in Schleswig-Holstein über die nächsten zehn Jahre unterstützen zu wollen.

TSS-Schülerin Theresa Belz bedankte sich im Namen des erstplatzierten „Jugend-forscht“-Teams im Bereich Technik für die finanzielle und fachliche Unterstützung während der Arbeit an ihrem Projekt. Und ihr HTS-Teamkollege Thore Koritzius lobte die Zusammenarbeit beider Schulen: „Ich finde es toll, dass es jetzt diese Möglichkeit gemischter Projekte beider Gymnasien gibt.“




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