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Husumer Wirtschaftsgespräche : Chancen für eine interessante Region

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Die Wirtschaftskrise hat die Storm-Stadt und ihre Umgebung nicht so hart getroffen wie befürchtet. Das war deutlicher Tenor bei den Husumer Wirtschaftsgesprächen.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2010 | 09:39 Uhr

Husum | Die Wirtschaft der Storm-Stadt blickt positiv in die Zukunft: "Vor einem Jahr war die Lage so brisant, dass wir fürchteten, die soziale Marktwirtschaft zerbricht", sagte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Peter Cohrs, zur Eröffnung der Husumer Wirtschaftsgespräche, zu der neben der Werbegemeinschaft das Commerzium, die Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost und der Handwerkerverein geladen hatten. "Das ist nicht passiert, obwohl 2009 ein sehr schwieriges Jahr war", so Cohrs weiter. Husum und die Region hätten durch die Wirtschaftskrise weniger gelitten - auch dank der stabilen Zukunftsbranche Windenergie. "Aber das sind globale Player. Und es ist Aufgabe der Politik, diese Spieler zu begleiten und in ständigem Gespräch zu bleiben, damit unser Wirtschaftsraum profitieren kann." Ein weiteres Pfund, mit dem man wuchern könne, sei die Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe: "Da ist uns ein goldenes Ei ins Nest gelegt worden. Eine Riesenchance für den Tourismus, aus der wir für Husum Kapital schlagen können."

Offenen Beifall erhielt Cohrs für seine Initiative zur teilweisen Wiedereröffnung des Ex-Hertie-Hauses: "Das ist aber nur ein Zwischenkonzept, bis das Objekt einen Käufer findet", schwächte er ab. Wichtig sei, den Handelsstandort Innenstadt zu erhalten, schon der Touristen wegen: "Und dafür brauchen wir auch ein taugliches Verkehrskonzept, das für alle Teilnehmer eine gute Erreichbarkeit gewährleistet."

Das sagte Vizebürgermeister Lothar Pletowski (CDU) zu: "Der Bau der Westtangente soll jetzt zeitnah angegangen werden. Dann wird auch ein Gesamtverkehrskonzept erstellt."
Urlauber wollen in der Altstadt einkaufen

Oberst Tilo Maedler, Kommodore des Husumer Flugabwehrraketengeschwaders 1, wies auf die Bedeutung der Bundeswehr als Wirtschaftsfaktor hin: "In Nordfriesland sind 5000 Soldaten stationiert, in Husum allein 2200." Dazu kämen noch 1200 Zivilangestellte. Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft NF, bekräftigte: "Die Bundeswehr steuert mehr als zehn Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse im Kreis bei, die Windkraftbranche ,nur 3000 ." Auch Hüppauff warb für eine gute Verkehrsanbindung der City: "Touristen wollen nicht auf der grünen Wiese einkaufen, sondern in der Altstadt."

Dass die Chance für weiteres Wachstum aus Sicht der Banken gegeben sei, stellte Eckhard Rave vom Vorstand der Volksbank-Raiffeisenbank klar. "Das Konjunktur-Tal ist durchschritten", sagte er. Husum sei zugleich Messe-, Verwaltungs-, Hafen- und Schulstandort und bilde mit dem Umland eine "interessante Metropolregion". "Und für die Versorgung des Mittelstandes mit Krediten sehen wir keine Probleme."

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