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Europawahl in Nordfriesland : CDU stürzt ab – SPD legt zu

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei der Europawahl in Nordfriesland muss die CDU Federn lassen. Die SPD legt kräftig zu. Die AfD kommt aus dem Stand auf 5,7 Prozent. Große Verlierer sind die Liberalen.

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erstellt am 25.Mai.2014 | 22:15 Uhr

Eine Verliererin der Europawahl in Nordfriesland ist einmal mehr die Demokratie. Daran änderten auch das frühsommerliche Wetter und die hohe Zahl von Briefwählern nur bedingt etwas. Nicht einmal jeder Zweite der insgesamt 130.241 stimmberechtigten Nordfriesen machte von seinem Wahlrecht Gebrauch. Allerdings gibt es dennoch eine gute Nachricht: Gegenüber der Europawahl vor fünf Jahren stieg die Beteiligung spürbar von 33,8 Prozent auf vergleichsweise stattliche 41,4 Prozent.

Die CDU ist trotz neuerlicher Einbußen Gewinnerin der Europawahl 2014 in Nordfriesland. Mit 39,4 Prozent der abgegebenen Stimmen (2009: 44,4) ist sie inzwischen jedoch weit entfernt von der absoluten Mehrheit, die bei der Europawahl 2004 noch möglich gewesen war. Die SPD ist hingegen aus ihrem tiefen Tal in der Wählergunst heraus und legte kräftig zu. Sie kam immerhin auf 30,3 Prozent (2009: 22,9).

Auf hohem Niveau konnten sich die Grünen behaupten. Sie erreichten gestern 11,2 Prozent der Stimmen. Vor fünf Jahren waren es noch 11,9 Prozent gewesen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) kam in der Gunst der nordfriesischen Wähler aus dem Stand auf Platz vier. Am Ende standen für sie 5,7 Prozent zu Buche.

Einen regelrechten Absturz erlebten dagegen die Liberalen. Nachdem die FDP in Nordfriesland 2009 noch auf 10,9 Prozent der Stimmen kam, waren es diesmal lediglich 3,8 Prozent.

Die Linke konnte sogar noch einmal leicht zulegen. 3,8 Prozent standen für sie unterm Strich, während es bei der Europawahl 2009 noch 3,0 Prozent gewesen waren.

Die Piraten bleiben indes trotz mehr als doppelter Stimmenzahl mit 1,4 Prozent in der Versenkung. Sie bewegen sich auf dem Niveau der Tierschutzpartei, die auf 1,3 Prozent kommt. Alle übrigen Parteien und Splittergruppen spielten in Nordfriesland keine nennenswerte Rolle.

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