Mildstedt : CDU stellt Mildstedts Bürgermeisterin

Gerda Sell (r.) vereidigt Telse Jacobsen als Bürgermeisterin.
Gerda Sell (r.) vereidigt Telse Jacobsen als Bürgermeisterin.

Telse Jacobsen wird in der konstituierenden Sitzung zur Bürgermeisterin gewählt. Sie ist damit die erste Frau in diesem Amt in der Gemeinde.

shz.de von
16. Juni 2018, 12:00 Uhr

48 Jahre lang stellte die SPD ununterbrochen den Bürgermeister in Mildstedt, diese Ära ist nun beendet. In der konstituierenden Sitzung wurde Gemeindevertreterin Telse Jacobsen (CDU) zur Gemeindechefin gewählt, sie ist damit auch die erste Frau in Mildstedt in diesem Amt. Für diesen historischen Moment in der Geschichte von Mildstedt waren viele Bürger im Kirchspielskrug erschienen.

Doch bevor es so weit war, musste noch über einen Eilantrag der FDP, der übrigens Günter Jacobsen, Ehemann von Telse Jacobsen, angehört, entschieden werden. Es war sozusagen die letzte Amtshandlung von Bürgermeister Bernd Heiber. Die FDP forderte, den neuen Kindergarten nicht auf der vorgesehenen Fläche in der Straße Pastortannen zu bauen. Nur die beiden FDP-Vertreter stimmten mit Ja, die übrigen 15 Kommunalpolitiker sagten Nein.

Dann stand die Bürgermeisterwahl unter der Leitung des ältesten Mitglieds der Runde, Gerda Sell, auf der Tagesordnung. Neben Telse Jacobsen ist auch Rolf Riebesell (SPD) Bürgermeisterkandidat. Er schlug sich selbst vor und erklärte: „Wir sind mit der Aussage, dass ich für dieses Amt antrete, in den Wahlkampf gegangen.“ Das Ergebnis der geheimen Wahl: elf Stimmen für Telse Jacobsen und sechs für Rolf Riebesell. „Ich nehme dieses Amt mit großer Freude und tiefem Respekt gegenüber meinem Vorgänger Bernd an, der Mildstedt im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten hervorragend vorangebracht hat“, sagte Telse Jacobsen nach der Wahl.

Eine ursprünglich geplante Abschiedsparty für Bernd Heiber gibt es auf seinen Wunsch hin nicht – das Geld möchte er für ein Spielgerät auf einem der Spielplätze spenden. Alle übrigen scheidenden Gemeindevertreter werden auf einer Feier verabschiedet. Ein Abschiedsgeschenk gab es dennoch für Bernd Heiber und Ehefrau Anke – neben Blumen ein Kinderbuch von James Krüss, „damit du deinem Enkelkind daraus vorlesen kannst“. Einstimmig wurden dann Rolf Riebesell (SPD) zum 1. stellvertretenden Bürgermeister und Gerda Sell zur 2. stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt. Nachdem alle Ausschüsse und andere Posten besetzt waren, befasste sich das Gremium bereits mit „Alltags-Themen“. Zur Frage von Uwe Steffensen, wann denn die Straßenzüge Langsteeven und Ahornweg nach den Kanalisationsarbeiten wieder in Ordnung gebracht werden, sagte Bernd Heiber: „Die Firmen sind ausgelastet, aber der Ausbau ist vorgesehen.“ Grünes Licht gab das Gremium für die Änderung des Bebauungsplans Nr. 1. Die Firma C. G. Christiansen möchte sich vergrößern. Der Aufstellungsbeschluss wurde einstimmig gefasst. Gegen die Stimmen von Günter Jacobsen und Rüdiger Kohls (beide FDP) wurde dann ein weiterer Aufstellungsbeschluss gefasst: Im Straßenzug „Pastortannen“ soll eine große Kindertagesstätte gebaut werden, das Grundstück gehört der Kirchengemeinde.

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