zur Navigation springen

Vor Baubeginn : Carport-Akte wird geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Seit Monaten beschäftigt ein geplanter Autounterstand die Friedrichstädter Stadtvertretung. Jetzt wurde er genehmigt. Allerdings müssen die Bauherrn noch einen Weg finden, das Regenwasser zu entsorgen, da der dafür vorgesehene Kanal voll ausgelastet ist.

Wohl noch nie hat der Bau eines Carports, das in Schleswig-Holstein üblicherweise ohne besondere Genehmigungen errichtet werden darf, so häufig Kommunalpolitiker und Behörden beschäftigt, wie das von zwei Bürgern in Friedrichstadt geplante Doppelcarport. Erneut musste sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus mit dem Thema befassen, schließlich hängt an diesem Bauwerk auch die Änderung des Bebauungsplans Nr. 17.

Doch anders als in den vorausgegangenen Sitzungen von Stadtvertretung und Ausschüssen war sich das Gremium diesmal schnell einig, dem Bau des Carports nördlich vom Treenefeld zuzustimmen. Damit können die Grundstücksbesitzer nun mit dem Errichten beginnen. Bislang scheiterte es daran, dass der Bereich von der Stadt zum Geltungsbereich der Ortsgestaltungssatzung gezählt wurde, was sich aber als falsch herausstellte. Dann gab es Irritationen, da der Vorsitzende des Bauausschusses sich nicht an ein Carport erinnern konnte, obwohl er selbst an einer diesbezüglichen Zusammenkunft teilgenommen hatte. Schließlich musste auch der Kaufvertrag für das Areal zwischen Stadt und neuen Eigentümern überarbeitet werden. Selbst das Bauamt des Kreises schaltete sich gemeinsam mit dem des Amtes Nordsee-Treene ein. Nun, da eigentlich alles in trockenen Tüchern hätte sein sollen, teilte aber der Wasserverband Norder-Dithmarschen mit, dass das Regenwasser vom Carportdach aber wegen Überlastung nicht in den öffentlichen Regenwasserkanal abgeleitet werden darf. Im Kaufvertrag mit der Stadt ist aber explizit aufgeführt, dass dies geschehen muss. Nach kurzer Information durch den Planer stimmte der Stadtrat in enger Absprache mit den anwesenden Besitzern einer Änderung der betreffenden Vertragsklausel zu. Die endlose Geschichte Doppelcarport Friedrichstadt hat nun ein vorläufiges Ende gefunden, denn die Eigentümer müssen nun die Oberflächenentwässerung selbst regeln.

Auch alle weiteren Beschlüsse fielen einstimmig aus. So soll über eine mögliche Kündigung des Gesellschaftervertrages mit dem Landestheater erst entschieden werden, wenn sich die zuständigen Fachausschüsse mit der Thematik befasst haben. Denn seit dem Abriss des Großen Gartens gastiert das Theater kaum noch in dem Holländerstädtchen. Nun soll versucht werden, die Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge dem Landestheater schmackhaft zu machen. An einem Förderprogramm Leerrohre für die Breitbandversorgung will sich die Stadt nicht beteiligen, wohl aber an der Erstellung einer Entwicklungsstudie der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland.

Nach einer Woche Pause sollen von Montag an die Baumpflegearbeiten in der Stadt weitergehen. Zudem will die Stadt eine Ausnahmegenehmigung über den 15. März hinaus beantragen, da unter anderem der Bereich Stadtfeld hinzugekommen ist, wie Bürgermeister Eggert Vogt betonte.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Feb.2014 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen