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Sparkasse als Sponsor : Butter aufs Brot des Museums

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Förderung mit Anspruch auf Spannung: Die Kulturstiftung der Nord-Ostsee-Sparkasse sieht sich als Partner für das Nissenhaus. Das hofft auf eine zusätzliche Finanzspritze für den Ankauf der Installation „Die Dinge der endlichen Ewigkeit“ von Raffael Rheinsberg.

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erstellt am 04.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Kunst ist auf Sponsoring angewiesen: „Ohne die Kulturstiftung der Nord-Ostsee-Sparkasse wären unsere wechselnden Ausstellungen im Nordsee-Museum nicht darstellbar“, sagte Dr. Uwe Haupenthal, der Geschäftsführer  des Zweckverbands Museumsverbund Nordfriesland, anlässlich des Besuchs des Nospa-Vorstandsvorsitzenden Thomas Menke und des Nospa-Direktors Claus-Jürgen Andresen. Die beiden Banker waren ins Nissenhaus gekommen, weil die turnusmäßige Verlängerung der jeweils drei Jahre dauernden Förderung durch die Stiftung anstand. „Das Nissenhaus ist eine der kulturellen Institutionen Nordfrieslands und weit darüber hinaus bekannt. Wir verstehen es als unseren öffentlichen Auftrag, Museen wie dieses zu unterstützen und freuen uns über die Partnerschaft“, so Menke. Mit der Förderung verbinde die Stiftung den Anspruch, dass die Ausstellungen weiterentwickelt und „spannend gestaltet“ würden. Für die stete Erfüllung dieses Anspruchs dankte er den Mitarbeitern.

Die Nospa sponsert den Museumsverbund jährlich mit 15 000 Euro. Und legt, so hofft Haupenthal, noch etwas extra drauf: für den Ankauf der Installation „Die Dinge der endlichen Ewigkeit“ von Raffael Rheinsberg – 1176 Bohrproben, die bei der Errichtung des Eider-Sperrwerks gezogen, in Einweggläsern abgefüllt und in einem metallenen Regalviereck angeordnet worden sind (wir berichteten). Seit Juni steht das Kunstwerk als Sonderausstellung im 2007 neu gestalteten Landschaftssaal des Museums – und sorgte bei Besuchern schon für Irritationen. „Aber wenn es keine Irritationen auslöst, ist es ja kein Kunstwerk“, so Haupenthal. Rheinsberg sei national und international bekannt als einer der „herausragendsten deutschen Objektkünstler der Nachkriegszeit“.

Auch Dr. Ulf von Hielmcrone als Vorsitzender der Nissenstiftung, die Eigentümerin des Hauses ist, lobte die regelmäßige Unterstützung durch die Nospa. „Durch sie kommt die Butter aufs Brot des Museums“, sagte er und legte den Bankern ebenfalls ans Herz, zum Erwerb der Installation beizutragen.

Beim Vorstandsvorsitzenden stießen beide auf offene Ohren. Dieses Kunstwerk mache „Erdgeschichte transportabel“ und passe wunderbar in die Ausstellung, so Menke. „Es muss her.“ Das Kuratorium der Stiftung werde im November über die Höhe der Summe entscheiden, die sie beisteuern wolle.

Ganz allerdings werde die Kaufsumme damit nicht abzudecken sein: „Die beträgt 50 000 Euro“, erläuterte Haupenthal. „Davon will Rheinsberg aber dem Museum die Hälfte spenden, so dass er uns die Installation für 25 000 Euro überlässt.“ Viel Geld, aber für eine einzigartige Gelegenheit: „,Die Dinge der endlichen Ewigkeit‘ wären dann das einzige Kunstwerk des Kieler Künstlers, das dauerhaft in einem schleswig-holsteinischen Museum aufgestellt ist.“

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