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Tourismusverein und Künstler gemeinsam aktiv : Bunte Vielfalt in der 15. Kulturnacht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

14 Galerien, Werkstätten, Ateliers, Kirchen, Museen und Privathäuser öffnen am 31. August in Friedrichstadt ihre Türen. Die Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen

Oftmals war sie schon totgesagt, doch am Sonnabend (31.) jährt sie sich zum 15. Mal, die Friedrichstädter Kulturnacht. Organisiert von den Künstlern der Stadt mit Unterstützung des Tourismusvereins, beteiligen sich diesmal 14 Galerien, Werkstätten, Ateliers, Kirchen, Museen und Privatleute. Alle Aktiven bieten ab 18.30 Uhr einen bunten Mix aus Musik, Kunst und Aktionen zum Zuschauen, Zuhören und Mitmachen. Eröffnet wird die Veranstaltung, die mittlerweile in vielen anderen Orten kopiert worden ist, um 18 Uhr in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge durch Bürgermeister Eggert Vogt. Anschließend ist dort die Ausstellung „Was vom Lande übrig blieb“ des Schleswig-Holsteinischen Museums für Volkskunde zu sehen. Jeweils um 18.30 Uhr, 19.30 Uhr und 20.30 Uhr bietet dort zudem das Landestheater Einblicke in das aktuelle Programm.

Im historisch bedeutsamen Fünf-Giebel-Haus zeigt Thomas Freund seine Landschaften und Stillleben in Acryl und Öl. Getreu seinem Motto „Druck trifft auf Malerei“ können ihm die Besucher bei der Fertigung neuer Linolschnitte zuschauen, sie erwerben oder sich selbst darin versuchen. Doreen und Jan Stümpel präsentieren inmitten eigener Werke mit der Ausstellung „Gesichter der Keramik“ eine Sammlung gegenwärtiger deutscher Gebrauchskeramik und laden zum Gespräch ein.

Diamantengutachter Wagenpfeil wird um 19.15 Uhr einen Vortrag über „Turmaline“ in der Goldschmiede Wickord halten. Die Goldschmiedin selbst lässt sich bei der Arbeit an eigenen oder ihrer Vorstellung entsprechenden Schmuckstücken über die Schulter sehen. Ab 18.30 Uhr spielen vor ihrer Tür zwei „Caledoniens“ aus Hamburg mit ihren Pipes schottische Lieder. Historische Ereignisse vermittelt die Ausstellung zur Stadtgeschichte im Stadtmuseum „Alte Münze“.

In der kleinen Atelier-Galerie „Provence“ zeigt Jocelyne Nadolny-Papillon eigene Bilder in Acryl sowie vorwiegend in Spachteltechnik gefertigte Landschaftsbilder und Stillleben des Malers Johan Strandt.

In der Galerie „Prinz-Werk“ von Gundula Baldruszat läuft derzeit die Ausstellung „Cross-Over“. Sechs Künstler – sechs Positionen der modernen Malerei und Skulptur. In „Dittmars Stoffhaus“ – dem ältesten Geschäftshaus der Stadt aus dem Jahr 1624 – können Groß und Klein unter fachkundiger Anleitung von Claudia Kleta kleine Stoffpüppchen mit Mond und Sternen – den Symbolen der Kulturnacht – herstellen.

Im Paludanushaus gegenüber sorgt die dänische Gemeinde mit „Dänisch für alle Sinne“ und Darbietungen für das seelische und leibliche Wohl der Besucher.

Im alten Handelshaus am Markt stellt das Ehepaar Gertraud und Wolfgang Schultz grafische und spätexpressionistische Werke des verstorbenen Malers Günter Skrodzki aus Hattstedt aus.

In der Friedrichstädter Fayencewerkstatt von Anne Brommann können „Rundlinge“ und Porträts aus Paperclay bestaunt werden wie auch die Fotoarbeiten von Heinz Zilch. Zu Gast ist auch die „Werkstatt NF“ mit antiken Möbeln und Dekor. „Diven und andere göttliche Gestalten“ von Regina Kluth und ihrer Gastkünstlerin Corinna Röthig sind im Atelier R. Kluth zu sehen. „Kunst trifft Handwerk“ im Tischlereimuseum Renate Kieselbach. Die Zeitreise durch die Geschichte des Tischlerhandwerks wird begleitet und kontrastiert von Fotografien und abstrakten Acrylbildern von Inka Langer. Die Gastkünstlerin, die im vergangenen Jahr erstmals in Friedrichstadt war, gibt um 21 Uhr eine bildhafte Einführung in das Thema „Was ist Volkskunst?“ und schwärmt von der schönen Atmosphäre der Kulturmacht.

Ab 21.30 Uhr können Interessierte mit Erhard Brauer den Turm der St.-Christophorus-Kirche besteigen und den nächtlichen Rundblick über die Stadt genießen.

Die Kulturnacht wird mit Gitarre und Gesang von Jörn Cordes aus Drage begleitet und endet um 24 Uhr. Die Besucher erkennen die teilnehmenden Häuser an gelb-blauen Balifahnen. Programme für die Kulturnacht sind in der Touristinformation erhältlich oder unter www.friedrichstadt.de nachzulesen. Eintritt wird nicht erhoben, lediglich eine Gebühr von fünf Euro. Dafür gibt es ein kleines Bändchen ums Handgelenk, das das Hineinkommen in alle teilnehmenden Häuser sichert.

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erstellt am 21.Aug.2013 | 15:33 Uhr

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