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Hilfe für Asylbewerber : Bunte Vielfalt für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kleines Sozialkaufhaus für Flüchtlinge in Mildstedt nimmt Anfang April den Betrieb auf. Auf 250 Quadratmetern können Sachspenden gelagert und ausgegeben werden.

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erstellt am 04.Mär.2015 | 06:30 Uhr

Es ist geschafft. Die Halle der Spedition Oldenburg in der Mildstedter Landstraße 1 wird wieder mit Leben erfüllt. Ab April zwar immer nur dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr, aber immerhin ein Anfang. Dort haben nämlich das Amt Nordsee-Treene, das Diakonische Werk und die Institution Sonnenschein ein kleines Kaufhaus eingerichtet. Es bietet eine bunte Vielfalt an Artikeln, von Kleinmöbeln über Fahrräder und Kleidung bis hin zu Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Vorwiegend ist die Ware im rund 250 Quadratmeter großen Lager für Flüchtlinge gedacht, doch natürlich, so betont es Urte Andresen, Koordinatorin beim Diakonischen Werk für die Menschen, die sich um die Asylbewerber im Bereich der Ämter Viöl und Nordsee-Treene sowie der Stadt Husum kümmern, können auch andere Hilfsbedürftige dort Unterstützung erfahren. Wie in den anderen Sozialkaufhäusern werde es auch in Mildstedt für sie möglich sein, Dinge des täglichen Bedarfs für einen kleinen Obolus zu erwerben,

Federführend war das Amt Nordsee-Treene an der Etablierung beteiligt. Daher unterstrich denn auch Claus Röhe, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes, dass dort ein Raum geschaffen worden sei, der es den Flüchtlingen ermögliche, auch selbst aktiv zu werden. Denn geplant ist neben der Unterstützung durch die vielen Kümmerer im so genannten Funktionsraum 5, dass die Flüchtlinge selbst mitarbeiten. Beispielsweise die Spenden sortieren, die Einlagerung organisieren und natürlich auch die Weitergabe an andere vor Krieg und Elend geflohene Menschen übernehmen. So habe sich etwa während der Weihnachtsfeier für Flüchtlinge im Jugendheim in Rantrum gezeigt, dass sich besonders die Kinder geradezu auf die gespendeten Spielzeuge gestürzt hätten. Daher, so Röhe, würden natürlich auch sehr gern Spielsachen entgegengenommen. Urte Andresen und Dieter Pelties vom Diakonischen Werk betonen übereinstimmend, dass die Mildstedter Halle zwar für alle Hilfsbedürftigen geöffnet sei, wohl aber die Wünsche von Spendern berücksichtigt werden können. In der jüngsten Vergangenheit habe es nämlich immer wieder Menschen gegeben, die ausschließlich die vom Bürgerkrieg vertriebenen Menschen unterstützen wollten. „Das regeln wir dann schon“, so Pelties.

Allmählich werden in der Mildstedter Halle jetzt die Regale über zwei Etagen eingeräumt. Darüber ist besonders Röhe froh, denn viele Spenden wurden auch schon direkt beim Amt in Mildstedt abgegeben, Wegen des fehlenden Lagerplatzes wurden die Dinge dann in Büros und im Keller zwischengelagert. Das ist jetzt vorbei. Und wer den Asylbewerben helfen möchte, der kann zu den genannten Öffnungszeiten direkt vorbeikommen, um Spenden abzugeben. Allerdings gibt es auch eine Handynummer. Darunter können individuelle Termine vereinbart werden: 0173/5684671.

Erstmals öffnen wird das kleine Sozialkaufhaus „Bunte Vielfalt“ Anfang April. Dann dürften alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. Doch auch sonst bemühen sich die Menschen im Funktionsraum 5 mit Hingabe um die Flüchtlinge, wie Urte Andresen betont. Und Claus Röhe ergänzt, dass nun auch die Sprachkurse anlaufen werden. Thomas Hansen, Vorsteher des Amtes Viöl, stellt auch in seinem Verwaltungsbereich eine große Unterstützung fest. So habe es erst unlängst einen Kaffeenachmittag für die Flüchtlinge gegeben (wir berichteten) und der sei ein großer Erfolg gewesen.

Unterstützt wurde das Projekt durch das Sponsoring der Firmen Volker Sterner (Malerarbeiten), Ralf Jacobsen (Stahlbau), Andreas Emmel ( Elektroarbeiten), Beyersdorf (Gebäudereinigung) und WTC Carstens (Heizung- Sanitärarbeiten).

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