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Silvester-Feuerwerk : Bunt und laut muss es sein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gestern (29. Dezember) startete bundesweit der Feuerwerksverkauf. Auch zahlreiche Husumer deckten sich sofort mit Raketen und Knallern ein.

In den Einkaufswagen türmen sich Raketen, Feuerwerksbatterien und Böller. Auch Knallerbsen, Wunderkerzen und römische Lichter liegen jetzt in den Geschäften aus, denn seit gestern, 29. Dezember, läuft der Feuerwerksverkauf in Husum. Besonders große Feuerwerk-Liebhaber standen bereits morgens vor 8 Uhr vor den verschlossenen Türen der Bau- und Supermärkte und warteten auf die Öffnung. Aber auch im Lauf des Tages fanden zahlreiche Knaller-Kunden den Weg in die Geschäfte.

„Gerade in den beiden ersten Tagen ist der Ansturm groß“, so Hermann Bröer, Marktkleiter von Hagebau. Daher gebe es einen außerhalb stehenden Container, aus dem regelmäßig Nachschub geholt wird. Allerdings darf nur eine bestimmte Menge an Feuerwerksmaterial gelagert werden. „Für die Lagerung müssen wir ja auch eine Genehmigung einholen.“

In der Regel gibt es eine Lieferung zu Verkaufsbeginn. Wenn ein Produkt ausverkauft ist, kann aber nachbestellt werden. „Das kommt ab und zu vor“, sagt Bröer. „Der Feuerwerksverkauf ist wirtschaftlich schon eine interessante Größenordnung und mit viel Arbeit verbunden.“ Zahlen darf der Leiter nicht nennen, dafür aber Verkaufsschlager: „Batterien laufen recht gut und einzelne Knaller – sogenannte Schinken.“ Was bis zum Silvesterabend nicht verkauft wird, geht zurück zum Lieferanten oder wird eingelagert.

Zahlen will auch Alexander Seikowsky, Geschäftsführer von Rothgordt, nicht nennen. Im Kinderbereich liege der Schwerpunkt auf Rummel-Rutsche. „Hier verkaufen wir vor allem Schminke, Masken, Glücksbringer und alles, was Spaß macht“, sagt er. Im Erwachsenenbereich gehe die Tendenz zum Schönen. „In den letzten Jahren hat es eine Entwicklung weg von ,nur laut‘ hin zu schön gegeben.“

Da es nur zweieinhalb Tage sind, an denen der Böller-Verkauf stattfindet – am 31. Dezember endet die Verkaufsfrist schon wieder –, gebe es keinen besonderen „Kauftag“dafür, so Seikowsky. „Bei uns wird eingekauft, bis wir am Sonnabend um 13 Uhr das Geschäft schließen.“ Das, was bis dahin nicht über den Ladentisch wandert, geht zurück an den Lieferanten.

Insgesamt ist das Geschäft mit der Knallerei höchst lukrativ: Jedes Jahr werden in Deutschland bundesweit etwa 133 Millionen Euro für Feuerwerkskörper ausgegeben.

 

So böllern die Husumer

Thorsten Scheer ist gut auf den Jahreswechsel vorbereitet. Der 30-Jährige hat die Werbe-Prospekte fürs Feuerwerk durchgeblättert und markiert, was er kaufen möchte. Die Schusszeit, die Effekte und Formen spielten bei der Auswahl eine Rolle. Am Ende natürlich auch der Preis und die Qualität. „Ich hatte schon mal eine Batterie, da feuerte nur die Hälfte ab“, sagt Scheer. 2016 ist das Budget mit 130 Euro etwas größer als in den vergangenen Jahren. Das reicht für fünf bis sechs Batterien. „Gegen 20 Uhr werden wir ein kleines Feuerwerk für die Kinder machen“, sagt Scheer. Wenn die Kinder im Bett sind, ist der Babysitter am Start – Scheer fährt dann mit seiner Frau zu Freunden nach Husum.

Natalie Mikat ist auf der Suche nach etwas Buntem. „Es soll schön aussehen“, sagt die 24-Jährige. Dennis Frank hält hingegen Ausschau nach lauten Böllern. Die genauen Pläne für den Silvesterabend stehen noch nicht fest. „Dieses Jahr sind wir ein bisschen spät dran“, sagt Mikat. Aber Rummelpott laufen steht auf jeden Fall auf dem Programm. Dann wird auch geknallt. „Vormittags probieren wir vielleicht schon mal aus, ob die Böller auch funktionieren“, sagt Frank und lacht.

Lukas Olewicki feiert gemeinsam mit seinen Freunden Lennard Jensen und Janik Simon Silvester. Erst wird gegessen, dann Rummelpott gelaufen und um Mitternacht geknallt. „Gegen 23 Uhr wird man schon etwas unruhig und lässt schon mal eine Rakete starten“, sagt Olewicki. Die Drei haben sich jeder ein Budget von 30 Euro gegeben. In den Händen halten sie überwiegend Raketen und Batterien. „Früher ging es vor allem darum, möglichst lautes Material zu kaufen“, sagt Olewicki. Heute kaufen sie hauptsächlich Luftfeuerwerk. „Und aus Prinzip Knallerbsen“, sagt Simon.

Ulrich Lange und seine Frau Ute Lange-Carstensen aus Mildstedt haben vor allem kleines Feuerwerk gekauft. „Für etwa 16 Euro. Und in diesem Jahr zum ersten Mal eine kleine Batterie“, sagt der 58-Jährige. Ein kleines Budget ist auch für Luftschlangen, Knallbonbons und Tischfeuerwerk eingeplant. Am 31. Dezember gehen die Langes zunächst chinesisch essen, anschließend feiern sie gemütlich zuhause.

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 30.Dez.2016 | 13:00 Uhr

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