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Bürgermeister sauer : Bundeswehr blockt zwei Windmühlen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Sollwitt soll ein Bürgerwindpark mit sechs 3,4-Megawatt-Mühlen entstehen. Gegen zwei hat die Bundeswehr Vorbehalte, obwohl alle Anlagen identisch sind. Zudem steht in unmittelbarer Nachbarschaft bereits ein anderer Bürgerwindpark.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 11:30 Uhr

Die Windkraft im Amtsbereich Viöl boomt. In diesem Jahr werden vermutlich 40 neue Anlagen installiert. Bei einer durchschnittlichen Leistung von 2,3 Megawatt je Windmühle entspricht dies zusammen mehr als 90 Megawatt. Gerd Carstensen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes, sagt dazu, dass allerdings noch nicht für alle Anlagen eine Genehmigung erteilt worden sei. Er geht allerdings davon aus, dass dies mehr oder weniger eine Formalität sei.

Gegenwärtig werden in Sollwitt vier jeweils 3,4 Megawatt-Mühlen aufgebaut. Für zwei weitere, so Bürgermeister und Amtsvorsteher Thomas Hansen, liege noch keine endgültige Genehmigung vor. Gegen die beiden 150 Meter hohen Anlagen (Nabenhöhe 100 Meter) habe die Bundeswehr in Jagel wegen möglicher Radarprobleme Einspruch eingelegt. „Wir verstehen das überhaupt nicht, denn auch die anderen vier Windkraftanlagen haben diese Höhe, und in unmittelbarer Nachbarschaft liegt zudem der Windpark Behrendorf“, beklagt Thomsen. Anfangs, so der Bürgermeister weiter, sei die Gemeinde gegen Windkraft im eigenen Bereich gewesen. Doch als dann die Nachbargemeinde einen Windpark hochgezogen habe, der näher am Dorf Sollwitt als an Behrendorf liegt, habe man neu nachgedacht. Schließlich sei die Entscheidung für einen Bürgerwindpark gefallen, damit das verdiente Geld auch in der Region bleibe.

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