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Neuer Asphalt zwischen Husum und Viöl : Bundesstraßen werden früher saniert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

15 Kilometer der B 200 zwischen Viöl und Husum erhalten in Kürze einen neuen Asphalt. Für desolate Landesstraßen ist kein Geld da, weil der Straßenbau aus zwei verschiedenen Töpfen gezahlt wird: Bundes- und Landesmittel.

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erstellt am 29.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Dem Nutzer erscheint die Fahrbahn noch recht passabel. Zumindest im Vergleich mit anderen Straßen zwischen Ost- und Nordsee. Die Bundesstraße 200 zwischen Flensburg und Husum wird auf dem Streckenabschnitt zwischen Viöl und Husum in Kürze erneuert. Denn das knapp 15 Kilometer lange Teilstück soll komplett saniert werden. Karl-Heinz Roos, Leiter der Niederlassung Flensburg des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, kann noch keine Details nennen. Doch es steht fest: „Die Sanierung der Fahrbahn wird in zwei Bauabschnitten noch in diesem Sommer, wahrscheinlich im Juli, beginnen.“

Mindestens zwei Monate lang werden die Arbeiten dauern. Eine einseitige Verkehrsführung mit Ampelanlagen kommt nicht in Betracht, „da sonst die Qualität der Fahrbahn nicht so gut wird, weil es zu Schwächen an den Verbindungen der beiden Fahrspuren kommen kann“, erläutert der Leiter der Niederlassung Flensburg.

Gegenwärtig sei man noch in den Detailplanungen, so dass Roos keine genauen Kosten nennen könne. Aber es dürften wohl einige Millionen Euro sein. Vorgesehen sei das Abfräsen der Fahrbahn um rund 15 Zentimeter, um die Verschleißdecke dann komplett zu erneuern. „Das Schwarze kommt runter, es wird durch Schwarzes ersetzt“, drückt es Roos aus. Seiner Einschätzung nach sei die Sanierung auch notwendig. Das sehen die Bürgermeister von Haselund und Löwenstedt sowie die Vertreter des Amtes Viöl allerdings ganz anders – wenn sie an die Landesstraße 281 zwischen Haselund und Löwenstedt denken. Denn diese Strecke war bis in das Jahr 2010 in einem guten Zustand. Doch dann begannen die Sanierungsarbeiten an einem Teilstück der B 200 im Bereich Pobüll. Monatelang war die Verbindung komplett gesperrt, der Verkehr wurde über die L 281 umgeleitet. Und in dieser Zeit wurde die Fahrbahn regelrecht zermahlen. Schlaglöcher und Krater wechseln sich ab, abgesackte Straßenränder zeigen sich an der Umleitungsstrecke.

Für die Reparatur der L 281 fanden sich im Landeshaushalt aber keine Mittel, lediglich die gröbsten Schlaglöcher wurden notdürftig geflickt. Seither ist die Verbindung zwischen den beiden Dörfern in einem beklagenswerten Zustand.

Karl-Heinz Roos versteht den Ärger der Anlieger und der Kommunalpolitiker. „Die Straßen werden aber aus zwei verschiedenen Töpfen bezahlt, Die B 200 aus Bundes- und die L 281 aus Landesmitteln. Die Bundesstraßen im Land sind generell in einem wesentlich besseren Zustand, der Bund hat ben mehr Geld als das Land“, erklärt Roos. Da mag es nur ein ganz schwacher Trost für die Bürgermeister sein, dass es im Land zwischen den Meeren noch viele Straßen geben soll, die in einem noch schlechteren Zustand seien sollen, als die Verbindung zwischen Haselund und Löwenstedt.

Ärgerlich sind die Viöler Kommunalpolitiker aber dennoch, denn für den Verkehrsansturm während der B-200-Sanierung im Jahr 2010/2011 war die L  281 nicht ausgelegt, zumal die Lkw oftmals regelrecht in Kolonnen unterwegs waren. Die Fahrbahn wurde durch die Reifen aufgerieben und der Untergrund zerfahren. Darüber machten sich das Amt Viöl und die Bürgermeister von Haselund und Löwenstedt eigentlich keine Sorgen, denn im Vorwege wurde ihnen zugesichert, dass nach Beendigung der Baumaßnahmen kurzfristig und unbürokratisch die Straße wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werde. Doch bis heute ist nichts geschehen, es wurden nur immer wieder Schlaglöcher geflickt.

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