Engagierte Minderheiten : Bund überdenkt Förderpolitik

Gast und Gastgeber: (v.l.) Hartmut Koschyk, Gudrun Fuchs, Ilse Johanna Christiansen, Renate Schnack, Inken Völpel-Krohn und Prof. Dr. Thomas Steensen.
Gast und Gastgeber: (v.l.) Hartmut Koschyk, Gudrun Fuchs, Ilse Johanna Christiansen, Renate Schnack, Inken Völpel-Krohn und Prof. Dr. Thomas Steensen.

Der neue Beauftragte für nationale Minderheiten und Aussiedlerfragen, Hartmut Koschyk, zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch im Nordfriisk Instituut in Bredstedt beeindruckt von der engagierten Arbeit der friesichen Volksgruppe.

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19. März 2014, 10:30 Uhr

Beeindruckt von der vielfältigen und engagierten Arbeit der friesischen Volksgruppe zeigte sich der neue Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, bei seinem Antrittsbesuch. Verbunden damit war im Nordfriisk Instituut die Jahressitzung des von Koschyk geleiteten Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern. Im Anschluss kam ebenfalls im Nordfriisk Instituut unter der Leitung von Landtagspräsident Klaus Schlie das Gremium für Fragen der friesischen Volksgruppe im Lande Schleswig-Holstein zusammen.

Minderheitenpolitik müsse mit Empathie und Wohlwollen betrieben werden, sagte Koschyk. Auch für die Gesamtgesellschaft seien die Minderheiten eine Bereicherung, dies erlebe er nun eindrucksvoll bei der friesischen Volksgruppe. Beraten wurde über die Projektförderung der Friesen durch den Bund. Derzeit könne bedauerlicherweise nicht verlässlich geplant werden, erklärte die Vorsitzende des Friesenrats – Frasche Rädj Ilse Johanna Christiansen. Koschyk will sich für Abhilfe einsetzen.

Über ihre Arbeitsschwerpunkte berichteten die Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, Gudrun Fuchs, der Vorsitzende der Friisk Foriining, Bahne Bahnsen, und die Vorsitzende des Vereins Nordfriesisches Institut, Inken Völpel-Krohn. Professor Dr. Thomas Steensen und Instituts-Geschäftsführerin Marlene Kunz stellten die Planungen für den Anbau am Nordfriisk Instituut vor und dankten für die Förderung durch das Land Schleswig-Holstein.

Die Beauftragte des Ministerpräsidenten in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Renate Schnack, berichtete über den im Entstehen begriffenen „Handlungsplan Sprachenpolitik“. Institutsmitarbeiter Harry Kunz gab konkrete Einblicke in die Arbeit der Bredstedter Einrichtung und präsentierte die wichtigsten Ergebnisse des vergangenen Jahres.

Weitere Beratungsthemen waren die finanzielle Ausstattung des Friisk Funk und die Situation des Friesischen an der Universität Flensburg.

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