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Kehrtwende : Bürgermeister jetzt stolz auf Jugendtreff

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Noch im vergangenen Jahr stand die Existenz der Einrichtung auf der Kippe. Die Gemeindevertretung hatte in geheimer Sitzung beschlossen, das Haus zu schließen. Der hartnäckige Protest vieler Menschen stimmte sie um.

Deutlicher hätte der Bürgermeister von Hattstedt, Ralf Heßmann, den Sinneswandel des Gemeinderates kaum ausdrücken können. In der Sitzung des Jugendausschusses sagte er: „Ich möchte die Vergangenheit zurücklassen und nach vorne schauen.“ Und weiter: „Wir können dankbar sein, dass wir mit dem OK-Jugendtreff eine hervorragende Einrichtung haben. Dank gebührt den Ehrenamtlern des Fördervereins. Die Arbeit sollten alle, einschließlich der Vereine, Schule und Kirche, begleiten.“

Noch im vergangenen Jahr stand die Existenz der Einrichtung auf der Kippe. Erst nach hartnäckigem Protest vieler Bürger nahm der Gemeinderat die in geheimer Sitzung gefällte Entscheidung, den Jugendtreff zu schließen, zurück.

Einrichtungsleiterin Beate Jensen-Holthusen legte jetzt dem Ausschuss eine positive Bilanz vor. „Es läuft gut, und es vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens 20 Kinder und Jugendliche da sind.“ Auch rein optisch hat sich einiges getan. Der Innenraum wurde gestrichen und neu gestaltet, der Garten bepflanzt, und ein vom Förderverein gestifteter Pavillon aufgestellt. Die Gemeinde steuerte einen Geschirrspüler und ein Kochfeld bei. Was jetzt noch fehlt, ist die Dunstabzugshaube. Für einen weiteren Wunsch – einen Stromanschluss für die Hütte neben dem Treffpunkt – zeigte der Ausschuss Verständnis. Einstimmig empfiehlt er der Gemeindevertretung, einen solchen installieren zu lassen.

Praktikantin Mareike Kujawski bringe viele Ideen ein und habe einen guten Draht zu allen gefunden, so Holthusen. Sie lobte: „Mareike und die Ehrenamtler unterstützen mich gut. Ich wünsche mir, dass Gemeindevertreter und Interessierte von Zeit zu Zeit hereinschauen.“

In den Herbstferien startet ein Projekt „FashionArt“ mit der Aids Hilfe Sylt. Neben Präventionsarbeit wird 14 Tage lang mit Unterstützung von Müttern genäht. Aus ausrangierter Kleidung soll Neues entstehen. „Wir brauchen alles, von der Jeans bis zu Kleidern, Röcken und Pullovern. Bevor das alles im Altkleide-Container landet, denkt an uns“, so der Aufruf der OK-Treff-Leiterin.

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