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Biker-Treffen in Schwabstedt : Bürgermeister fuhr im Traktor vor

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Motorradfahrer aus ganz Deutschland waren beim 32. Biker-Treffen dabei. Gerhard „Wayne“ Schlegel reiste aus dem Allgäu an.

Die Mischung machts – das weiß jeder, der schon mal in eine Tüte mit Bonbons gegriffen hat. Nicht anders beim 32. Motorradtreffen in Schwabstedt. Das große Bikertreffen hat mittlerweile eine enorme Fang-Gemeinde; die Motorradfreunde rollen stets aus der ganzen Republik an.

„Unschlagbar“ ist dabei Gerhard „Wayne“ Schlegel (45) aus Lauben im Allgäu, der seit 1998 mit seiner BMW 650 auf die 938 km lange Anreise geht – und Töchterchen Tanja (6) im „Schmied“-Beiwagen mitbrachte. Die Lütte hatte sich dort mit Kuscheltieren gut eingerichtet und war im Vorjahr ebenfalls dabei. Der Allgäuer Biker ist immer noch „absolut begeistert“: „Herrliches Flachland hier“, strahlte er, „da lässt es sich gut fahren. Bei uns in der Heimat geht’s ja mächtig rauf und runter. Und eine tolle Stimmung hier.“

Schwabstedts Biker-Präsident Seppel Wolf, der seit Bestehen des „MF Treene Schwabstedt von 1981“ ununterbrochen im Spitzenamt wirkt, zeigte sich vor Ort sehr zufrieden: „Wir erfüllen alle Auflagen des Ordnungsamtes, und ich freue mich, dass langjährige Teilnehmer auch einige Neue mitgebracht haben.“ Zu ihnen zählte Malte Störmer, der mit seiner 1000-er Yamaha YZR 1 aus Leer in Ostfriesland angereist war und vor Ort kurz und knapp meinte: „Klasse. Mir gefällt’s.“ Zum ersten Mal dabei war auch eine sechsköpfige Girls-Gruppe aus Nordfriesland. „Es gefällt uns Mädels total gut hier“, erzählte die 20-jährige Celine Sönnichsen; ihre leuchtend-blaue 500-er Kawasaki ER 5 hatte die junge Motorradfahrerin dabei „absolut fest im Griff“.

Erneut gab es viele fachliche Gespräche, Vorführungen und ganz einfach ein großes zwangloses Kennenlernen. Am Sonntag wurde dann nochmal gefeiert – „Präsi“ Seppel Wolf beging in sehr großer Runde seinen 53. Geburtstag. Übrigens zählen auch seine Ehefrau Anja und die Töchter Denise (20 Jahre alt; mit Yamaha FZR 400) und Jessica (17), die gerade ihren Motorradführerschein macht, zu dem begeisterten Bikern. Und noch einer schaut immer wieder gern und „hellauf begeistert“ vorbei: Bernd „Chacko“ Aders – jener „gestandene“ nordfriesische Fahrer, der lange im Winnerter Gemeinderat mitarbeitete und heute bei einer Großstadt-Kripo im Einsatz ist.

Pokale gab es am Wochenende ebenfalls. Die Trophäe für die weiteste Anfahrt sicherte sich erneut Gerhard „Wayne“ Schlegel aus Lauben im Allgäu; den „Pokal für die jüngste Teilnehmerin“ wird Tanja im Beiwagen sicher nach Hause bringen; einen „Pokal für das älteste Motorrad“ erhielt „Ferdi“ aus Hemmingstedt für seine Harley Davidson, Baujahr 1951. Den Mannschaftspokal nimmt diesmal die „MSG The Big Easy“ aus Hennstedt mit; auf Platz 2 landete der Vorjahresgewinner „MC Panik“ aus Münster – und in geschlossener Formation (Pokal) reiste der weiteste Club – die „Eagles“ – aus Sebbeterode/Landkreis Schwalm-Eder-Kreis in Hessen an.

Auch Schwabstedts Bürgermeister Jürgen Meyer fuhr vor – und zwar zünftig auf einem blauen Hanomag-Traktor R 217, Baujahr 1958. Er überbrachte die Grüße der Gemeinde, hob den friedlichen Charakter dieser großen Veranstaltung hervor – und blieb gleich für ein paar Stunden vor Ort.


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