Tetenbüll : Bürgerinitiative „wolfsfreies Eiderstedt“ gegründet

Auch in Dänemark bilden sich harte Fronten gegen die Wiederkehr des Wolfes. In einem Fall ist es bereits zur Eskalation gekommen.

Auch in Dänemark bilden sich harte Fronten gegen die Wiederkehr des Wolfes. In einem Fall ist es bereits zur Eskalation gekommen.

61 Mitglieder zählt die Initiative am Freitagabend . Sie setzen sich für eine gezielte Bejagung von Wölfen ein.

shz.de von
15. September 2018, 13:50 Uhr

Tetenbüll | Sie ist gegründet worden, die Bürgerinitiative (BI) „wolfsfreies Eiderstedt“. 100 Gäste waren der Einladung der beiden Initiatoren, Peter Theodor Hansen, Landwirt aus Osterhever, und Olaf Dircks, Schafhalter aus Westerhever, in den Kirchspielskrug in Tetenbüll gefolgt.

61 von ihnen traten der Bürgerinitiative letztendlich auch bei. „Wir müssen Druck auf die Politik ausüben und uns dafür einsetzen, die Gesetze zu ändern. Die Landwirtschaft kann nicht mit dem Wolf leben“, stellte Hansen klar, der neben Dircks von der Versammlung einstimmig zum Sprecherrat gewählt wurde.

Der Vorstand der BI, v. l. hinten, Olaf Dircks, Uwe Hansen, Susanne Thies, Johannes Christiansen, Peter Theodor Hansen, sitzend v. l., Dörte Peters, Veronika Hußmann, Antje-Marie Luise Scharf.
Udo Rahn

Der Vorstand der BI, v. l. hinten, Olaf Dircks, Uwe Hansen, Susanne Thies, Johannes Christiansen, Peter Theodor Hansen, sitzend v. l., Dörte Peters, Veronika Hußmann, Antje-Marie Luise Scharf.

 

Die Gruppe setzt sich wegen der durch Wölfe nachgewiesenen Risse an Schafen – allein in diesem Jahr schon 32 auf Eiderstedt – für die gezielte Bejagung oder Vergrämung ein. Bisher ist der Wolf geschützt. Auch an einer aktuellen Homepage wird gearbeitet. Eine Whatsapp-Gruppe gibt es bereits.

„Alleine das Wissen, dass der Wolf nachts durch die Dörfer läuft, an die Höfe heran kommt, sehen die Menschen hier mit etwas Sorge. Es ist ja ein Raubtier, das sich frei bewegt“, sagte Dircks

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„Wir wollen nicht, dass der Wolf erschossen wird, sobald er Eiderstedt betritt“, sagte Dircks. Doch viele Menschen seien gegen die bestehende „Willkommen-Wolf“-Kultur. „Es reicht nicht, dass man den Schäfern Zäune zur Verfügung stellt, damit sie ihre Tiere einpferchen. Es müssen auch Regionen definiert werden, in die der Wolf aus bestimmten Gründen nicht passt“, erklärte Dircks.

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