Dringender Handlungsbedarf : Bürgerinitiative besucht Minister

Die Unterschriftenlisten sind überreicht: (v.l.) Maike Paulsen, Britta Pohns, Minister Robert Habeck und Kirsten Hartmann. Maike Paulsen zeigt ein rosafarbenes Kreuz, mit dem in Deutschland gegen Tierfabriken demonstriert wird.
Die Unterschriftenlisten sind überreicht: (v.l.) Maike Paulsen, Britta Pohns, Minister Robert Habeck und Kirsten Hartmann. Maike Paulsen zeigt ein rosafarbenes Kreuz, mit dem in Deutschland gegen Tierfabriken demonstriert wird.

Der Protest gegen einen weiteren geplanten Schweinemaststall in Simonsberg hat jetzt auch Kiel erreicht: 1344 Unterschriften gegen das Projekt überreichte die Bürgerinitiative „Gute Luft für Finkhaus“ Umweltminister Dr. Robert Habeck.

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21. Mai 2014, 17:00 Uhr

„Ihre Bürgerinitiative ist in Schleswig-Holstein die größte und bekannteste gegen Massentierhaltung.“ Mit diesen Worten begrüßte Umweltminister Dr. Robert Habeck drei Vertreterinnen der Simonsberger Gruppe „Gute Luft für Finkhaus“ im Kieler Landeshaus. Dort überreichten Maike Paulsen, Kirsten Hartmann und Britta Pohns dem Minister Listen mit 1344 Unterschriften gegen den geplanten Ausbau eines Schweinemastbetriebs in ihrem Ortsteil. Ein Landwirt will statt bisher rund 1000 in Zukunft etwa 3000 Tiere im Finkhaushalligkoog mästen und anschließend zum Schlachten überwiegend nach Niedersachsen transportieren lassen. Darüber hinaus gibt es in Simonsberg noch drei weitere Schweinemäster, die ebenfalls Anträge auf Vergrößerung ihres Tierbestandes stellen können. Die drei Frauen unterstrichen im Gespräch mit Habeck nachdrücklich die Gefährdungen für Mensch und Natur, unter anderem durch antibiotika-resistente Keime und Nitrat in der Gülle. Mastbetriebe und (Gesundheits-)Tourismus passen nach Ansicht der BI nicht zusammen. Letztlich sei für eine immer stärker industrialisierte Agrarwirtschaft, die zum Verschwinden kleinerer Bauernhöfe führt, eine falsche Subventionspolitik verantwortlich zu machen, die eine ökologische Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung noch immer nicht angemessen fördere. Die BI-Vertreterinnen sehen hier dringend Handlungsbedarf: in Brüssel und Berlin.

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