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Transport für Kleines Geld : Bürgerbus startet im September

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein von der Feuerwehr ausgemustertes Fahrzeug bekommt in Hattstedt eine neue Aufgabe. Mit dem Achtsitzer dürfen Vereine, Einrichtungen und Institutionen der Gemeinde Kinder und Erwachsene zu Veranstaltungen fahren.

Wenn heute abend der Gemeinderat Hattstedt um 19 Uhr in Christiansens Gasthof tagt, wird Bürgermeister Ralf Heßmann einen Antrag auf Erweiterung der Tagesordnung stellen. Nach dem einstimmigen Empfehlungsbeschluss der Mitglieder des Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sportausschusses soll ab September ein Bürgerbus zur Verfügung stehen. Eine vierköpfige aus dem Ausschuss gebildete Arbeitsgruppe hatte dazu ein Konzept erarbeitet, über das endgültig abgestimmt werden soll. Gemeindevertreterin und Arbeitskreis-Mitglied Sandra Milke erläuterte: „Die Nutzung darf nicht für Privatzwecke, sondern nur für gemeindliche Vorhaben erfolgen. Das Fahrzeug soll Vereinen, Einrichtungen und Institutionen im Ort zur Verfügung stehen, zum Beispiel für Seniorenfahrten oder dem Transport Jugendlicher zu Veranstaltungen. Es steht nicht in Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr oder zu Taxi- und Reiseunternehmen.“ Der Fahrer des achtsitzigen Gefährtes wird keinen Personenbeförderungsschein benötigen. Er muss lediglich das Fahrtenbuch führen. Der Kleinbus wurde übrigens von der Freiwilligen Feuerwehr Hattstedt-Wobbenbüll ausgemustert, weil die Kommune ein neues Mehrzweckfahrzeug angeschafft hatte.

Die Idee zur Umwidmung als Bürgerbus hatte der stellvertretende Bürgermeister Ralf Jacobsen, aktives Mitglied der Feuerwehr. Bis zum Monatsende soll das noch gut in Schuss befindliche Auto auch umlackiert und das Blaulicht abgebaut sein. Als Stellplatz ist der Hof hinter der Tankstelle an der B 5 vorgesehen. Der Besitzer wird den Schlüssel in seinen Geschäftsräumen deponieren. Nach Nutzung wären dort der vollgetankte Bus und der Schlüssel wieder abzugeben. Als Kümmerer sollen Gemeindevertreter Udo Maart und Ausschussmitglied Marten Stöber fungieren. Sie haben nebst Schlüssel auch die Antragsformulare und führen den Terminplan. Künftig soll der auch auf der gemeindeeigenen Homepage veröffentlich werden. Versichert wird das Fahrzeug über den Kommunalen Schadensausgleich, was die Gemeinde rund 240 Euro jährlich kosten wird. Hinzu kämen Steuern von rund 400 Euro und Betriebskosten pauschal von 500 Euro. Zur Refinanzierung ist angedacht, Gewerbetreibenden die Möglichkeit zu geben, das Auto als Werbeplattform zu nutzen. Die Gebühr für die Nutzer soll zunächst auf zehn Euro täglich festgesetzt werden. Darin enthalten sind 300 freie Kilometer. Jeder weitere Kilometer kostet dann 25 Cent. „Das alles und die Benzinkosten zahlen die Nutzer auf eigene Rechnung. Wie gezahlt werden soll, wird noch geklärt. Ich denke, der Start des Pilotprojektes wird Mitte September sein“, so Maart. Das werde noch bekanntgegeben. Bürgermeister Ralf Heßmann lobte die Initiative und das vorgelegte Konzept. Er werde es per E-Mail rechtzeitig vor der Sitzung jedem Gemeindevertreter übermitteln. Seine persönliche Bitte an künftige Nutzer wäre, das Fahrzeug vor Rückgabe auch an besagter Tankstelle wieder aufzutanken, sozusagen als Dankeschön für den Aufwand des Inhabers.

Weitere Themen werden heute sein: Behandlung der Stellungnahmen und Satzungsbeschluss hinsichtlich B-Plan Nr. 19 nördlich Osterwiede, westlich Halligblick und südlich Wiedeblick, Kindergartenangelegenheiten, Sachstand Sportpark, Straßensanierungsarbeiten, Berichte der Ausschüsse und des Bürgermeisters. In der Einwohnerfragestunde sind die Bürger am Zug.

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