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Vorschlag im Bauausschuss : Bürger sollen die Brücke streichen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Friedrichstädter Bauausschuss wurde vorgeschlagen, die Bürger das Geländer der blauen Brücke streichen zu lassen. Das war bei der Auftragsvergabe an den Maler vergessen worden.

Gleich in seiner ersten Sitzung als Vorsitzender des Ausschusses für Bau, Planung und Denkmalpflege der Stadt Friedrichstadt stellte das bürgerliche Mitglied Jann Peter Büddig fest, dass es ein arbeitsintensiver Job ist. Seit knapp zwei Wochen im Amt habe er schon diverse Termine wahrnehmen und Sitzungen besuchen müssen. Und nun leitete er erstmals die Zusammenkunft des Gremiums. Eingangs in der Einwohnerfragestunde meldete sich Michael Schäfer, der von der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Nordfriesland (WFG) eingestellte Kurator für Friedrichstadt zu Wort. Auch wenn er nicht Einwohner sei, so wolle er doch einen Vorschlag unterbreiten – und das wurde ihm genehmigt denn in seiner jetzigen Funktion könne er durchaus als Friedrichstädter betrachtet werden.

Schäfer hatte als Gastgeber die jüngste Sitzung der Stadtvertretung in den Räumen der WFG „Theorie+Praxis“ am Marktplatz verfolgt. Unter anderem ging es darin auch um das Thema Geländer-Sanierung an der blauen Brücke. Sein Vorschlag nun an das Gremium lautete, die Malerarbeiten in einer großen Gemeinschaftsaktion von den Bürgern der Stadt ausführen zu lassen. Dadurch werde nicht nur das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, sondern womöglich könne die ohnehin stark strapazierte Stadtkasse entlastet werden.

Büddig hielt diesen Vorschlag allerdings für wenig geeignet, sondern schlug vor, für eine durchaus zu begrüßende Gemeinschaftsaktion ein anderes Objekt auszuwählen. Auch Jörn Norden stellte fest, dass es bei einer solchen Brücke nicht einfach mit dem Pinselschwingen wie in einer Privatwohnung beim Rauhfasermalen getan sei. Die Vorbereitungen und eine Spezialfarbe, würden fundierte Kenntnisse erfordern. „Man soll die Arbeit der Handwerker nicht unterschätzen, es sind schließlich Fachleute“, sagte Norden.

Bürgermeister Eggert Vogt hingegen sprach sich dafür aus, den Vorschlag ruhig einmal überprüfen zu lassen. Denn generell wolle er so eine Idee nicht ablehnen. Bei der blauen Brücke könnte es vielleicht kompliziert werden, doch solle man sich vor der Ablehnung den Rat von Fachleuten einholen. Das Gremium befürwortete die Empfehlung des Stadt-Oberhaupts und stimmte gleichzeitig dem Vorschlag des Bürgermeisters zu und nannte gleichzeitig noch ein zweites Objekt, das für eine Gemeinschaftsaktion bestens geeignet sei. Das Geländer am Goldenen Tor. Dort gebe es auf gut 80 Meter Länge ein feuerverzinktes Geländer, das durchaus einen Topf Farbe vertragen könnte.

Erfreulich für die Stadtkasse, im Neubaugebiet, in dem jahrelang beim Grundstücksverkauf eine Stagnation eingetreten war, tut sich eine ganze Menge. Immer mehr Bauwillige melden sich und kaufen Areale. Ein Grundstück von immerhin 4500 Quadratmeter Größe ist dort für mögliche Mehrfamilienhäuser reserviert. Interessenten für diese Wohnform dort gibt es aber nicht. Daher schlug der Ausschuss-Vorsitzende vor, die Parzelle in fünf jeweils rund 800 Quadratmeter große Einzelhaus-Grundstücke umzuwandeln. Auch wenn die Neuvermessung und die Änderung des Bebauungsplanes zusammen rund 20  000 Euro kosten dürften, sehe er langfristig ein Plus für die Stadtkasse. Einstimmig folgte das Gremium seinem Vorschlag.

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erstellt am 13.Mär.2015 | 11:00 Uhr

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