Drelsdorf : Bürger bleiben außen vor

Der Haushaltsplan der Gemeinde für 2018 steht.
Der Haushaltsplan der Gemeinde für 2018 steht.

Die Straßenausbau-Beiträge werden vorerst nicht im Drelsdorfer Haushalt 2018 berücksichtigt.

Rueb_Anna_300_1014.jpg von
08. Dezember 2017, 11:00 Uhr

Die Straßenausbau-Beiträge werden vorerst nicht im Haushalt 2018 der Gemeinde Drelsdorf berücksichtigt. Das empfehle der Finanzausschuss der Gemeinde, erklärte Johannes Jensen, der den Haushalt fürs kommende Jahr in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Drelsdorf vorstellte. Der Grund für die Entscheidung ist ein Gesetzesentwurf, den der Landtag am 21. Dezember verabschieden wird. Dieser besagt, dass die Gemeinden demnächst selbst entscheiden, ob sie ihre Bürger für Straßenausbaumaßnahmen belasten oder nicht. „Wir lassen die Bürger erstmal außen vor“, sagte Gemeindevertreter Jensen.

Des Weiteren werden die Steuer-Hebesätze für 2018 in Drelsdorf nicht angepasst. Die Schlüsselzuweisungen verringern sich auf 361.100 Euro. Die Kreisumlage beläuft sich voraussichtlich auf 504.500 Euro, die Amtsumlage auf 267.800 Euro.

Die wesentlichen Unterschiede zum Haushalt 2017 finden sich in folgenden Bereichen: Die Schulverbandsumlage wird 2018 auf 2.050,73 Euro pro Schüler gesenkt. Für sonstige schulische Ausgaben kann die Gemeinde also 11.000 Euro weniger einplanen. Der Betrag zur Förderung von Kindern in Tagespflegeeinrichtungen steigt. Dies geht auf das neue Abrechnungskonzept zurück, dass die Kirche den Gemeinden vorgelegt hat. Die Pro-Kind-Pauschale erhöht sich auf 226 Euro. Erstmalig entstehen zudem Kosten für die Mitarbeitervertretung (690 Euro). Vor diesem Hintergrund plant die Gemeinde 28.000 Euro mehr in den Haushalt ein.

In der Gemeindevertretung im Oktober wurde eine Erhöhung der Abwassergebühren von 2,30 auf 2,50 Euro beschlossen. Diese Maßnahme ist auch im Haushalt zu sehen. Dort steigt der Betrag für Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte auf 102.500 Euro.

Die Gemeinde erwarten im kommenden Jahr einige Investitionen. So will die Freiwillige Feuerwehr Drelsdorf eine Rauchmeldeanlage anzuschaffen. Deswegen erhöht sich der Betrag für die Unterhaltung der Grundstücke und baulichen Anlagen von 500 auf 1.600 Euro. Zudem will die Feuerwehr im Jahr 2018 in eine digitale Sirenen- sowie eine Abgasabsauganlage investieren. Die Gemeinde plant daher für den Erwerb von Maschinen, technischen Anlagen und Fahrzeugen 10.000 Euro ein.

Der Bauhof will einen Schlegelmäher erwerben. Deshalb werden zusätzlich 9.000 Euro eingerechnet.

Die Sanierung des Regenwasserkanals in der Dorfstraße wird auf das kommende Jahr verschoben. Hierfür werden 20.000 Euro eingeplant.

Auch im Straßenbau werden weitere Investitionen fällig. Die Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens wird um 25.000 Euro erhöht. Der Grund: Im kommenden Jahr soll die Deckschicht im Wacholderweg erneuert werden. Die Arbeiten mussten aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden. 2018 steht zudem die Erschließung der B13 auf dem Programm. Die Straßenbaumaßnahme wird mit 40.000 Euro eingeplant.

Für die Neuverlegung von Lampenkabeln an der L28 plant die Gemeinde 2.000 Euro ein. Die Förderung für den Erwerb vom künftigen Regenrückhaltebecken wird mit 14.000 berechnet.

Insgesamt plant die Gemeinde mit einem Fehlbetrag von 75.700 Euro. „Einen solchen Betrag haben wir fast jedes Jahr. Am Ende kommen wir meistens bei null raus“, sagte Jensen.

Haushalt in Zahlen

Gesamtbetrag der Erträge: 1.731.000 Euro

Gesamtbetrag der Aufwendungen: 1.806.700 Euro

Jahresfehlbetrag: 75.700 Euro

Gesamtbetrag der Einzahlungen: 1.628.500 Euro

Gesamtbetrag der Auszahlungen: 1.619. 300 Euro

Einzahlungen aus Investitionstätigkeit: 14.000 Euro

Auszahlungen aus Investitionstätigkeit: 194.500 Euro

Gesamtzahl der im Stellenplan ausgewiesenen Stellen: 1,08 Stellen

Hebesätze:

Grundsteuer A: 330 Prozent

Grundsteuer B: 330 Prozent

Gewerbesteuer: 340 Prozent

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