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Husumer Nachrichten

20. Oktober 2017 | 05:48 Uhr

Gute Idee : Bücher sollen das Rathaus beleben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Friedrichstädter Bürgermeister Eggert Vogt hat vorgeschlagen, die Bücherei in das fast leerstehende Rathaus zu verlegen. Und für das Büchereigebäude gibt es auch schon einen Interessenten.

Die Bücherei in Friedrichstadt liegt direkt neben der Jugendherberge und der Schule An der Treene. Der Standort ist günstig, daher hat die Jugendherberge an den Räu großes Interesse. Schließlich fehlt ihr seit dem Umbau ein großer Saal für Sitzungen, beziehungsweise wenn Chorgemeinschaften Quartier in Friedrichstadt machen und proben wollen. Einige Jahre konnte die Herberge in den Großen Garten ausweichen, doch diese Möglichkeit ist nun vorbei, er wird abgerissen und kann morgen noch einmal zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden. Da zum 1. Oktober das Hauptstandesamt vom Friedrichstädter Rathaus in das Amtshaus Mildstedt wechselte, stehen in dem zentralen Gebäude am historischen Marktplatz nun viele Räume leer, die für die Bücherei genutzt werden könnten. Diesen Vorschlag unterbreitete Bürgermeister Eggert Vogt in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Kommunalauschusses.

Diese Idee wurde allgemein gutgeheißen. Daher soll auch in dem Übernahmevertrag zur Trägerschaft der Bücherei mit dem Landesbüchereiverein der Passus Standort gestrichen werden. Vogt beklagte, das dessen Fachleute bislang eine detaillierte Stellungnahme zur Umstationierung ins Rathaus noch nicht vorgelegt hätten. Bislang habe es lediglich geheißen, dass das Rathaus ungeeignet sei. Der Grund: Es gibt dort nur mehrere kleine Räume. Dies aber, so der Bürgermeister, sei eigentlich kein Problem, schließlich könnten einige Wände weggerissen werden, da sie nicht tragend seien. Dann stünde ein Raum zur Verfügung, der in etwa die Größe der bisherigen Bücherei habe.

Das Gremium beschloss, der Stadtvertretung zu empfehlen, die Statik des Rathauses und die Umsetzung der Pläne überprüfen zu lassen – die Bauabteilung des Amtes soll tätig werden.

Ein zweiter diskutierter Punkt war das Thema Weihnachtsbeleuchtung. Zwar hat die Stadt vom mittlerweile aufgelösten Handels-und Gewerbeverein dessen Beleuchtung überschrieben bekommen, doch seien einige dieser Lichterketten nicht mehr zu verwenden. Das Problem, der HGV hatte seinerzeit die Ketten an den Giebeln der Häuser am Marktplatz anbringen lassen. Dort hängen sie heute noch. Die Hausbesitzer möchten die maroden Anlagen nun aber loswerden. Im Ausschuss wurde den Eigentümern vorgeschlagen, mit der Feuerwehr zu sprechen, die dann im Rahmen einer Übung mit ihrer Drehleiter tätig werden könnte.

Das neue bürgerliche Ausschuss-Mitglied Christiane Möller-v. Lübcke möchte ungern die Stadt ohne Lichter in der Weihnachtszeit sehen. Mit mehreren Bürgern hat sie daher ein Konzept ausgearbeitet. So sollen einige große Bäume auf dem Grünen Markt von unten beleuchtet werden. Materialkosten für die Strahler und andere Materialien würden der Stadt nicht entstehen, wohl aber müsste der Bauhof die Kabel verlegen und die Strahler installieren. Um Details zu klären, soll noch vor dem 20. Oktober eine weitere Zusammenkunft stattfinden.

Ein zweiter Verschönerungsvorschlag wurde einstimmig begrüßt. Bürger wollen neben den Brücken am Oster- und Westersielzug sowie an der Steinbrücke Tulpen pflanzen. Auf jeweils bis zu zehn Quadratmetern sollen sie in die Rasenfläche gesetzt werden, um im Frühjahr die Stadt ein wenig bunter zu machen. „Dabei passen Tulpen doch gut zur Holländerstadt“, stellte Christiane Möller-v. Lübcke fest. Materialien werden gespendet, die Pflanzaktion könnte nach den Vorschlägen des neuen Ausschussmitglieds in Kooperation mit den örtlichen Schulen und dem Jugendzentrum laufen.

Und noch eine positive Nachricht gab es während der Zusammenkunft. Bürgermeister Vogt berichtete, dass es laut der bisherigen Planungen über den kommunalen Finanzausgleich für Friedrichstadt gut aussehe. Etwa 200 000 Euro mehr als im Vorjahr könnten demnach in die Stadtkasse fließen. „Damit können wir zwar nicht mehr investieren, aber zumindest müssen wir dann weniger Schulden aufnehmen“, so der Bürgermeister.

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