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Ärgernis in Schwabstedt : Buckelpiste – und kein Ende in Sicht

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Pläne für die Sanierung der Schwabstedter Ortsdurchfahrt K 135 landen wieder in der Schublade. Frühestens im März des nächsten Jahres entscheidet sich, ob die Buckelpiste von Grund auf saniert wird.

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erstellt am 05.Sep.2014 | 15:00 Uhr

Rund ein Kilometer Straße sorgen bereits seit Jahren für Ärger, mal mehr, mal weniger. Und seit dem vergangenen Jahr sind einige Bürger in der Gemeinde Schwabstedt auf der Zinne. Es geht schließlich um „ihre“ Straße, die Ortsdurchfahrt. Die Kreisstraße 135 befindet sich nämlich in einem so desolaten Zustand, dass beispielsweise das Herunterfahren des Mühlenberges mit einem Fahrrad schon ein gewagtes Unternehmen ist, wie es Schwabstedts Bürgermeister Jürgen Meyer ausdrückt. „Mit ungefederten Fahrzeugen ist das kaum möglich, selbst Trecker haben da ihre Schwierigkeiten“, sagt der Gemeinde-Chef.

Die Hauptdurchgangsstraße gleicht nicht nur einem Flickenteppich, mittlerweile haben sich wieder Schlaglöcher aufgetan, die die volle Konzentration der Verkehrsteilnehmer fordern. „Die Straße ist einfach hinüber“, stellt Meyer kurz und knapp fest. Schon sein Amtsvorgänger Hans-Hermann Salzwedel musste sich mit dem Problem herumschlagen. Auch dem für die K 135 zuständigen Sachbearbeiter der Kreisverwaltung ist der desolate Zustanˆd nicht neu. Bereits im Jahr 2009 gab er ein vernichtendes Urteil ab: „Mangelhaft“.

Gehofft hatten die Schwabstedter, dass in ihrem vom Tourismus abhängigen Ort auch die Durchfahrtsstraße mit saniert wird, als nach jahrelangen Protesten der Umlandgemeinden die K 135 auf einer Länge von rund sechs Kilometern, zwischen Oldersbek und Ramstedt erneuert wurde. Doch am Ortseingang Schwabstedt stoppten seinerzeit die Baufahrzeuge. Die Teilnehmer einer Straßenbegehung im Jahr 2009 waren immer noch „entsetzt über den Zustand.“

Ein Jahr später hatte sich immer noch nichts getan, und der Bürgermeister der Nachbargemeinde Rantrum sagte: „Bei der Ausbesserung der Kreisstraße im Ortskern überlassen wir Schwabstedt den Vortritt, die dortigen Verhältnisse sind unhaltbar.“ Schließlich wurde die Sanierung des Straßenabschnitts für 2011 in Aussicht gestellt, doch rutschte dieses Datum immer weiter nach hinten, von 2011 auf 2012, schließlich auf 2013. Doch es tat sich nichts in der Treenegemeinde.

Schließlich nahm die Vertreterin des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Stefanie Berkner, an einer Sitzung in Schwabstedt teil. Dort stellte sie Ausbaupläne vor. Doch schon damals sagte sie zu einer anvisierten Sanierung im Jahr 2015: „Es gibt viele Unwägbarkeiten, da sind beispielsweise die Zuschüsse, die bekomme ich nur, wenn ich bestimmte Kriterien erfülle.“

Nun neigt sich das Jahr 2014 dem Ende zu, und es hat sich an der Ortsdurchfahrt nichts getan. Stattdessen ist die Verbindung zwischen Schwabstedt und Süderhöft/Hude, die K 31, saniert worden. Die dortige Fahrbahn wurde komplett abgefräst und erhielt eine neue Asphaltschicht.

Die Schwabstedter fragen sich, warum dort das Abfräsen reicht, während die Sanierung des einen Kilometer langen Abschnitts so teuer wird, denn dort soll der gesamte Unterbau erneuert werden. Hinzu kommt, dass viele Anlieger der Schlossstraße/Mühlenberg nicht mit den Ausbauplänen einverstanden sind, soll doch auf beiden Seiten der Straße ein breiter Bürgersteig gebaut werden, der von den Anliegern nach deren Angaben nicht benötigt wird.

„Diese Pläne sind jetzt aber wieder obsolet“, sagt Bürgermeister Meyer. Denn seines Wissens gibt es nun doch keine Zuschüsse, damit seien die geplanten Bauarbeiten auch in noch weitere Ferne gerückt. Jürgen Meyer: „Mir ist eigentlich egal, was gemacht wird, Hauptsache, es wird was gemacht. Und wenn es nur eine neue Decke ist, es muss etwas passieren.“

Stefanie Berkner von der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs sagt, dass die Straße von Grund auf saniert, also ausgebaut, werden muss. Nur eine Decke wäre nicht nachhaltig und wäre rausgeschmissenes Geld. „In diesem Jahr gab es für keinen von uns beantragten Straßenausbau Geld. Wie es daher 2015 aussehen wird, können wir nicht sagen. Die K 135 wird im Herbst in unseren Maßnahmenkatalog aufgenommen. Allerdings erfahren wir erst im März, ob der Ausbau bewilligt wird oder nicht“, unterstreicht Stefanie Berkner.

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