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Friedrichstadt : Brücken der Grachtenstadt sind marode

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einige Übergänge könnten dem Besucheransturm während des Lampionfestes nicht gewachsen sein und werden vorsichtshalber gesperrt.

Im Rahmen einer eher kurzen Stadtverordnetenversammlung widmete sich Bürgermeister Eggert Vogt unter anderem dem maroden Zustand einiger Brücken im Stadtzentrum. „Für die bisherigen Reparaturen haben wir rund 10.000 Euro in die Hand genommen“, sagte er und verwies insbesondere auf die Lüttje Brüch, die seit Anfang Juli aus Gründen der Standsicherheit gesperrt war. Sie wurde auf Veranlassung der Tiefbauabteilung des Amtes kurzfristig instandgesetzt und ist seit ein paar Tagen für Fußgänger wieder freigegeben – allerdings vorerst nur für den normalen Betrieb. Wie Femke Postel vom Ordnungsamt mitteilt, wird die Brücke während des Friedrichstädter Lampionfestes (28. bis 30. Juli) vorsichtshalber wieder gesperrt sein, weil sie den hohen Belastungen durch den zu erwartenden Besucheransturm auf die Stadt unter Umständen nicht gewachsen sein könnte.

Auch die Hebammenbrücke, die von der Lohgerberstraße zum Inselweg führt, wurde mit Haushaltsmitteln instandgesetzt und mit nachträglicher Prüfung erst einmal wieder freigegeben. Noch hängen Hinweisschilder am Geländer mit der Empfehlung, sich wegen der sichtbaren Korrosionsschäden nicht anzulehnen. „Das sind aber eher ästhetische Belange“, betont Postel und weist der Ordnung halber darauf hin, dass auch diese Brücke während des Lampionfestes – aufgrund der über das übliche Maß hinaus gehenden Beanspruchung – gesperrt werden muss. „Insgesamt“, so sagt sie, „haben fast alle 15 städtischen Brücken hier und da Probleme, die hauptsächlich durch die Witterung bedingt sind. Die Stand- und Verkehrssicherheit ist aber nach wie vor überall gegeben. Dafür sorgen unter anderem auch die regelmäßigen Brückenprüfungen durch unsere Tiefbauabteilung in Zusammenarbeit mit zertifizierten Ingenieursbüros.“

Stadtmanagerin Annika Müller gab einen Überblick über den Sachstand zur Teilnahme der Stadt am Wettbewerb Zukunftsstadt und verwies für die Details auf die Webseite www.zukunftsstadt-friedrichstadt.de. Nachdem der 2014/2015 im Zuge des Gesamtprojektes Stadtentwicklung gestartete Wettbewerb in diesem Jahr die Zusage zur zweiten Phase bekommen hatte – Friedrichstadt ist eine der 23 verbliebenen Kommunen – ging es im April offiziell los mit dem auf 16 Monate angelegten Planungs- und Umsetzungskonzept. Nach einer ersten Auftaktveranstaltung nahmen die Arbeitskreise im Mai ihre Arbeit auf, um die bisherigen Skizzen in umsetzungsreife Projekte zu überführen. Dazu gab es im Juni ein Werkstattcafé. Dank privater Spenden und viel ehrenamtlichen Engagement stehen die Chancen für zwei der 16 notierten Projekte besonders gut: für die Umgestaltung des Spielplatzes Seebüll und für eine Art Wasserspielplatz (Grachtenmodell), mit dem das Gewässersystem in und um Friedrichstadt spielend erfahren werden kann. „Der Prototyp dazu wird in der Bücherei zu sehen darf“, sagte die Stadtmanagerin.

Zu guter Letzt widmete sich das Gremium dem Haushaltsjahr 2016, das laut Bürgermeister Eggert Vogt rechnerisch mit einem Überschuss abgeschlossen werden konnte. „Besagter Überschuss in Höhe von rund 670.000 Euro reduziert den vorgetragenen Jahresfehlbetrag der Stadt auf 2,65 Millionen Euro“, erläutert Martin Frahm vom Amt Nordsee-Treene das Ergebnis. Zu berücksichtigen sei dabei, dass in dem Überschuss die erhaltene Fehlbetragszuweisung für 2015 in Höhe von 891.000 Euro enthalten ist. „Ohne diese Fehlbetragszuweisung weist das Jahr 2016 einen strukturellen Fehlbetrag von 221.000 Euro aus.“

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