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Haushaltsberatungen in Friedrichstadt : Brücke lieber ersetzen statt reparieren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Finanzausschuss von Friedrichstadt will auf Nummer sicher gehen: Ein Neubau der Brücke über den Mittelburggraben sei auf lange Sicht gesehen günstiger. Das Gremium plädiert dafür, die erforderlichen 80.000 Euro in den Haushalt 2014 einzustellen.

Die erste Sitzung des Friedrichstädter Finanz- und Kommunalausschusses hatte Orkan „Xaver“ verweht. Doch knapp eine Woche später traf sich das Gremium im Sitzungssaal des Rathauses, um den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr und den Haushalt 2014 zu beraten. Dabei gab es durchaus Positives zu berichten. Angesetzt war der Fehlbetrag im Ergebnisplan mit 1,381 Millionen Euro. Doch er verminderte sich um 292.900 Euro auf 1,088 Millionen Euro.

Unter anderem heißt es in dem Nachtragshaushalt, dass wegen der tatsächlichen Entwicklung des Kassenbestandes und der weiterhin günstigen Zinsen bei den Kassenkreditzinsen 52.000 Euro eingespart werden. Zudem vermindern sich die Zinsen für die regulären Kredite, da das eingeplante Darlehen zum Ausgleich des Haushalts 2013 erst zu Beginn des nächsten Jahres aufgenommen werden muss.

Einstimmig wurde der Nachtrag 2013 dem Stadtrat für seine Sitzung am Dienstag (17.) zur Annahme empfohlen, obwohl sich der Kreditbedarf um 183.200 Euro gegenüber dem Ansatz erhöht hat. Dazu heißt es: Der Umbau des erworbenen Wohngebäudes zu einer Kinderkrippe schließt mit Gesamtkosten von 446.000 Euro ab, dies sind 136.000 Euro mehr als veranschlagt.

Der Haushalt 2014 lag noch nicht ganz auf dem Tisch, da merkte Bürgermeister Eggert Vogt schon an, dass er einen dicken Posten nachtragen lassen müsse. Nämlich 80.000 Euro für die Middelbrüch. Die Brücke über den Mittelburggraben wurde beim Orkan „Christian“ beschädigt. Eine große Weide war umgeweht. Ihre Wurzeln beschädigten massiv die Gründung der Brücke. Einig war sich das Gremium nach längerer Diskussion, dass eine Reparatur für rund 40.000 Euro langfristig teurer sein wird als ein kompletter Neubau für rund 80.000 Euro. Denn man wisse nicht, wie es um die Stützpfeiler stehe, die mitten in der Gracht verankert sind.

Und noch einen weiteren dicken Posten für den Haushalt zur nachträglichen Aufnahme nannte der Bürgermeister. So liege jetzt das erste in Auftrag gegebene Baumgutachten vor. Ein Großteil der in der Innenstadt stehenden Bäume sei krank oder stark geschädigt. „Wir werden hier massive Eingriffe vornehmen müssen“, sagte Vogt. „Das Stadtbild wird sich ändern. Wir werden uns von den großen Bäumen wohl verabschieden müssen.“ Für die ersten Maßnahmen forderte er 40.000 Euro. Denn bei den kranken Bäume könne man mit dem Fällen nicht lange warten, sie könnten eine Gefahr für Passanten sein.

Auch Ernst-Otto Huß, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Energie, forderte mehr Geld – zusätzliche 32.000 Euro. Dies würde die Umstellung der Straßenlaternen auf LED kosten. Nicht von allen, aber von denen, die bereits in der Planung seien und für die gut 24.000 Euro im Etat vorgesehen sind. Die Begründung: Die Förderung durch die EU läuft im nächsten Jahr aus. Der Haushalt 2014 sieht im Ergebnisplan einen Gesamtbetrag der Erträge von 3,661 Millionen Euro und einen Gesamtbetrag der Aufwendungen von 5,048 Millionen Euro vor. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 1,387 Millionen Euro. Im Finanzplan belaufen sich die Einzahlungen auf 3,220 Millionen und die Auszahlungen auf 4,373 Millionen Euro. Die Steuersätze sollen wie folgt festgesetzt werden: Grundsteuer A auf 360, B auf 390, Gewerbesteuer auf 360 Prozent. Der Haushaltsentwurf 2014 wurde einstimmig der Stadtvertretung zur Annahme, nach Nachbesserung der Extraposten, empfohlen.

 

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