Alarm in St. Peter-Ording : Brenzliger Einsatz auf Campingplatz

Das Müll-Lager brannte in voller Ausdehnung.
Das Müll-Lager brannte in voller Ausdehnung.

Auf einem Campingplatz in St. Peter-Ording hat ein Müll-Lager gebrannt, gleich nebenan lagerte Gas. Die Kripo ermittelt.

shz.de von
14. August 2018, 11:00 Uhr

Gleich zwei Einsätze hatte die Feuerwehr St. Peter-Ording am Montagabend (13. August) abzuarbeiten. Gegen 22 Uhr gab es Alarm mit dem Einsatzstichwort „Feuer. Holzunterstand brennt; dort lagernde Gasflaschen“. Die Einsatzkräfte eilten zu einem Campingplatz in St. Peter-Böhl. Bereits vor einigen Tagen hatte es hier schon einmal Feueralarm gegeben. Die Lage war nahezu identisch. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute brannte das Müll-Lager an der Böhler Landstraße bereits in voller Ausdehnung. Den Feuerwehrleuten schlugen sehr hohe Flammen entgegen.

Das unmittelbar daran grenzende Gaslager war diesmal durch die sehr starke Wärmeausstrahlung ebenfalls betroffen. Eile war geboten. Das zuerst eintreffende große Löschfahrzeug brachte sich zwischen Gaslager und Mülllager zur Kühlung und Brandbekämpfung in Stellung. Vom zweiten großen Löschfahrzeug aus starteten die Einsatzkräfte sofort von der anderen Seite aus die Brandbekämpfung. Außerdem eilten noch vier weitere Fahrzeuge der Wehr herbei. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der hohen Flammen mussten gleich drei Atemschutztrupps eingesetzt werden.

Daneben hatten die Einsatzkräfte mit einer weiteren Schwierigkeit zu kämpfen: Weil der für dieses Objekt vorgesehene Hydrant unmittelbar im Brandbereich lag, musste eine Wasserversorgung zum nächsten aufgebaut werden, dazu mussten 400 Meter Schläuche verlegt werden. Schließlich gelang es das Feuer auf das Mülllager zu begrenzen und zu löschen. Gäste aus einem benachbarten Wohnhaus mussten kurzzeitig aus Sicherheitsgründen das Gebäude verlassen. Zusätzlich wurden auch mehrere Camper aus dem Gefahrenbereich gewiesen.

Vor Ort waren ferner zwei Rettungswagen sowie zwei Streifenwagen der Polizei und der Kreisfeuerwehrverband mit dem „Gerätewagen Logistik“. Der St. Peteraner Feuerwehrchef Norbert Bies fasst zusammen: „Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Einsatzkräften hat reibungslos und gut geklappt; wir hatten 25 Einsatzkräfte vor Ort. Mit diesem größeren Einsatz im Ortsteil Böhl sind wir in diesem Jahr bereits beim 70. Einsatz angelangt.“ Wie die Polizei mitteilt, entstand bei dem Feuer ein Schaden von rund 8000 Euro. Die Kriminalpolizei Husum ermittelt und bittet um Hinweise unter Telefon 04841/8300.

Zuvor war die Feuerwehr bereits gegen 19 Uhr im Einsatz gewesen: Am Ordinger Strand sollten sich bei einem aufziehenden Gewitter ein Standup Paddler und ein Kiter auf See in Not befinden, lautete die Notrufmeldung. Beide waren offenbar in Sichtweite der Anrufer. Die bereits vor Ort befindliche DLRG meldete den anrückenden Feuerwehrkräften, dass beide vermutlich schon das Land erreicht hätten Dies wurde während der weiteren Erkundung dann auch bestätigt. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren die Feuerwehr St. Peter-Ording, die DLRG St. Peter-Ording, Polizei sowie der gelbe Rettungshubschrauber „Northern Rescue Zero One“, der über die See-Rettungsleitstelle MRCC Bremen alarmiert wurde.

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